Neuer Studiengang an der FH Dortmund: Ausbildung zum Flüchtlingshelfer

Epoch Times28. April 2018 Aktualisiert: 29. April 2018 19:08
Ein neuer Studiengang entstand an der FH Dortmund: „Bachelor Soziale Arbeit, Schwerpunkt Armut und (Flüchtlings-) Migration". Doch nicht jeder im Land findet diese Studienrichtung sehr gelungen.

Seit dem Wintersemester 2014/2015 gibt es einen neuen Studiengang im Fach: „Angewandte Sozialwissenschaften“ – „Bachelor Soziale Arbeit, Schwerpunkt Armut und (Flüchtlings-) Migration“. Das ist ein Duales Studium und soll zum professionellen Flüchtlingshelfer qualifizieren. Viele der Studierenden seien selbst zugewandert und möchten deshalb anderen „beim Start in ein neues Leben helfen“.

Wie die konkrete Arbeit nach dem abgeschlossenen Studium aussehen kann, wird am Beispiel der 22-jährigen Türkin Sibel Turhan vom multikulturellen Forum in Hamm anschaulich gezeigt. Sie berät den 23-jährigen Syrer Hozan und kann ihm einen Praktikumsplatz in einer Autowerkstatt vermitteln.

Und „wenn er sich gut anstellt, hat er sogar die Chance auf einen Ausbildungsplatz als Mechatroniker“. Dem 23-Jährigen „kann es gar nicht schnell genug gehen. Er möchte in sein neues Leben starten – sofort! Seit zwei Jahren lebt er in Deutschland, tat sich anfangs schwer mit der Sprache, musste lange auf einen Platz im Deutschkurs warten. Jetzt aber will er endlich arbeiten“, so der Spiegel.

Studiengangskoordinator Michel Boße, erklärt:

Die Fachhochschule hat den Studiengang in Zusammenarbeit mit der Stadt und freien Trägern als Reaktion auf die angespannte Lage in Dortmund eingeführt.“

Er fügt hinzu, dass dass nichts mit der Flüchtlingskrise von 2015 zu tun hätte.

Inhalte des Studiengangs

Den Studierenden der FH werden Kenntnisse aus den Teilbereichen Sozialarbeitswissenschaften, Migrationstheorie und Migrationspädagogik vermittelt. Weiter werden Diskussionen in Theorie und Forschung, zur Einwanderungsgesellschaft dazugehörigen Konzepten und Methoden angeboten.

Es ist ein berufsbegleitendes, duales Studium und soll die Studierenden in wissenschaftlichen Kompetenzen bei gleichzeitiger Praxiserfahrung ausbilden. Der Fokus hierbei liegt auf der Vermittlung von speziellen wissenschaftlichen Handlungskompetenzen im Kontext von Armut und Flüchtlings-Migration.

Doch nicht jeder im Land findet den „neuen Studiengang“ so gelungen.

(vm)

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