OB-Wahl in Meißen: Amtsinhaber Raschke setzt sich gegen Frank Richter durch

Von 24. September 2018 Aktualisiert: 24. September 2018 11:33
Nach einem dramatischen Kopf-an-Kopf-Rennen gewann Amtsinhaber Olaf Raschke gestern die Oberbürgermeisterwahl in Meißen. Sein Herausforderer Frank Richter unterlag mit 97 Stimmen.

Der Herausforderer Frank Richter ist geschlagen. Mit einer knappen Mehrheit von 97 Stimmen konnte sich gestern Amtsinhaber Olaf Raschke bei der Oberbürgermeisterwahl in Meißen im zweiten Wahlgang durchsetzen.

Der parteilose Raschke (55) erhielt dabei 43,5 Prozent der Stimmen, Richter (58), ebenfalls parteilos, landete bei 42,6 Prozent. Der dritte Kandidat, Martin Bahrmann (FDP) schloss abgeschlagen mit knapp 14 Prozent ab. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 50 Prozent. 

Raschke, der von der CDU unterstützt wird, war im ersten Wahlgang dem Theologen Richter leicht unterlegen gewesen. Eine absolute Mehrheit konnte jedoch keiner von beiden erreichen. Im zweiten Durchgang konnten beide an Stimmen zulegen, Raschke rund 10 Prozent und Richter rund 6 Prozent. Am Ende reichte die einfache Mehrheit, die nach einem heftigen Wahlkampf in der sächsischen Kleinstadt an den Amtsinhaber ging.

Richter, der über Sachsens Landesgrenzen hinaus bekannt ist, wurde von SPD, Grüne und Linke unterstützt. Ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Historiker warfen ihm während des Wahlkampfes vor, sich ungerechtfertigter Weise als Wendeheld von 1989 auszugeben, der er jedoch nicht gewesen sei.

Richters Vorwurf gilt jetzt der CDU, die sich während des Wahlkampfes nicht von der AfD distanziert habe. Die AfD hatte nach dem Rückzug von ihrem Kandidaten Dr. Joachim Keiler unter anderem Flyer verteilt: „Wer Richter wählt, wählt mehr Migration in Meißen“.

BILD“ zitiert Richter nach der Niederlage: „Herr Raschke hat sich zuletzt in keiner Form von der AfD distanziert und folglich ist das Ganze offensichtlich ein knapper Wahlerfolg aufgrund vieler Stimmen von der AfD. Das macht mir große Sorgen für die Entwicklung hier.“ Wahlsieger Raschke zu BILD: „Ich hoffe, dass wir jetzt wieder zu sachorientierter Politik zurückkehren.“

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