Özoguz warnt vor Symboldebatten beim Thema Sicherheit

Epoch Times12. August 2016 Aktualisiert: 12. August 2016 8:23

Obwohl sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), klar gegen die Vollverschleierung von Frauen stellt, lehnt sie ein Burka-Verbot ab: „Bei aller gerechtfertigten Kritik gegen die Burka, wir brauchen keine solchen Symboldebatten, wenn es um unsere Sicherheit gehen soll“, sagte Özoguz der „Bild“ (Freitag)- „Klar ist: Für mich ist die Burka eine frauenfeindliche Erfindung, eine Art Gefängnis“, betonte sie. „Aber die Debatte über ein Burka-Verbot ist vollkommen unsinnig. Mit dieser Diskussion soll wohl Stimmung auf Kosten einer sowieso schon benachteiligten Gruppe gemacht werden.“

Weder gebe es einen Zusammenhang zwischen Attentätern und einer Burka, noch helfe dieses Gerede den betroffenen Frauen, sagte die SPD-Politikerin. „Im Gegenteil: Wenn einer Frau verboten wird, ohne Burka aus dem Haus zu gehen und der Staat, in dem sie lebt, gleichzeitig das Tragen einer Burka in der Öffentlichkeit unter Strafe stellt, dann können diese Frauen womöglich gar nicht mehr aus dem Haus.“, kritisiert Özoguz. „Die werden dann zu Hause isoliert und von der gesellschaftlichen Teilhabe vollends ausgeschlossen. Das macht es nur noch schwerer, an die betroffenen Frauen heranzukommen.“

(dts Nachrichtenagentur)

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