Die «Washington Post» hatte berichtet, das Pentagon prüfe Kosten und Auswirkungen eines Rückzugs von in Deutschland stationierten Truppen.Foto: Nicolas Armer/dpa

Pentagon dementiert Bericht über möglichen US-Truppenabzug

Epoch Times30. Juni 2018 Aktualisiert: 30. Juni 2018 12:31
Das US-Verteidigungsministerium hat die Spekulationen über Überlegungen zu einem US-Truppenabzug aus Deutschland zurückgewiesen.

Das US-Verteidigungsministerium hat einen Medienbericht zurückgewiesen, in dem über Überlegungen zu einem US-Truppenabzug aus Deutschland spekuliert wird.

Der Nationale Sicherheitsrat habe vom Verteidigungsministerium keine Analyse der Kosten einer Verlegung von in Deutschland stationierten US-Truppen erbeten, sagte ein Pentagon-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend (Ortszeit).

Die „Washington Post“ hatte unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen berichtet, das Pentagon prüfe die Kosten und Auswirkungen eines groß angelegten Rückzugs oder einer Verlegung von in Deutschland stationierten Truppen. Präsident Donald Trump habe sich bei einem Gespräch von Vertretern des Weißen Hauses mit Militärs dafür interessiert, hieß es. Trump wird zum Nato-Gipfel am 11. und 12. Juli in Brüssel erwartet.

Trump habe sich erstaunt über die Truppenstärke in Deutschland gezeigt und beschwert, dass andere Nato-Mitgliedsstaaten ihren Verpflichtungen nicht nachkämen, schreibt die „Post“. Derzeit sind etwa 35.000 US-Truppen in Deutschland. Die von der „Post“ befragten Regierungsmitarbeiter betonten, bei den Überlegungen handele es sich nur im eine interne Prüfung der Möglichkeiten. Die Spitze des Pentagons sei derzeit nicht mit der Frage befasst.

Das Pentagon überprüfe regelmäßig die Positionierung der Streitkräfte und stelle Kosten-Nutzen-Rechnungen an, sagte ein Sprecher der dpa. Dies sei nicht neu. „Deutschland beherbergt die größte US-Truppenpräsenz in Europa – wir bleiben in den gemeinsamen Werten und den starken Beziehungen zwischen unseren Ländern tief verwurzelt“, sagte er. Die USA stünden weiterhin voll zu dem Nato-Verbündeten Deutschland und zum Verteidigungsbündnis.

Zwischen den USA und den anderen Bündnispartnern bestehen seit Monaten Spannungen bei der Höhe der Verteidigungsausgaben in der Nato. (dpa/so)



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