Petry zum Wahlergebnis Österreichs: Hofer wollte Land einen, bei Van der Bellen nichts davon zu hören

Epoch Times7. Dezember 2016 Aktualisiert: 12. Dezember 2016 10:30
Es werde immer knapper für die etablierten Parteien. Im Interview mit N24 sprach die Fraktionsvorsitzende der AfD Frauke Petry unter anderem über aufsteigende EU-kritische Parteien, die davon profitierten, dass sich die etablierten Parteien an den Debatten über europäische Probleme kaum beteiligten.

Während die Bundesregierung eher erleichtert auf das Wahlergebnis in Österreich reagiert hat, soll es bei der AfD lange Gesichter gegeben haben. Im Interview mit N24 gibt Frauke Petry offen zu, dass sie sich natürlich gefreut hätte, wenn Norbert Höfer Bundespräsident geworden wäre, andererseits müsse man sich aber auch einmal die Mehrheitsverhältnisse anschauen. Die etablierten Parteien würden immer noch gern davon sprechen, dass sie die Mehrheit der Bevölkerung präsentierten, doch wie wir am Beispiel von Österreich feststellen können, „ist diese Mehrheit inzwischen verflucht knapp geworden,“ so Petry.

Die AfD-Politikerin spricht dabei auch von Parallelen bei den Wahlumfragen der deutschen Bundestagswahl, wo die große Koalition gerade noch eine Mehrheit hätte.

Norbert Hofer habe gesagt, er wolle ein Bundespräsident für alle Österreicher sein und die Spaltung, die nicht nur dort im Land offensichtlich sei, nutzen wolle, um die Bürger wieder zusammenzuführen, sagt sie.  Bei Herrn Van der Bellen hätte man bisher nichts dergleichen gehört, die Nachwahldiskussionen würden eher auf das Gegenteil hindeuten. Petry erwarte von dem Grünen-Politiker, dass er das versucht.

Das Wahlergebnis in Österreich würde zeigen, dass man eben nicht nur mit einem Thema wie die Flüchtlingspolitik durchstarten könne, so der N24-Reporter. Petry antwortet, dass das so auch nicht stimme, sondern dass die Themen der aufsteigenden EU-kritischen Parteien sowohl eine dezidierte Kritik am Euro sowohl auch an europäischen Zuständen, Verlust von demokratischen Verhältnissen in der EU plus Migrationskrise und so weiter beinhalteten. „Ich glaube, grundsätzlich ist richtig, solange wir in der Gesellschaft keine offene Debatte über die fundamentalen Probleme haben, keine positive Perspektive für Europa entwickeln, dann werden es alle diejenigen schwer haben, die sich an der Debatte nicht beteiligen möchten, und das sind in der Regel nach wie vor die etablierten Parteien“, so Petry. (mcd)

Hier das ganze Interview:

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN
Themen
Newsticker