CDU wieder vor AfD
Politbarometer: Wiedervereinigung hat Leben im Westen kaum beeinflusst
Das neue ZDF-Politbarometer fragte nicht nur nach den derzeitigen Wählervorlieben für die Parteien – dabei liegt die CDU wieder vor der AfD. Auch Fragen zur Wiedervereinigung vor 35 Jahren wurden gestellt. Im Osten meint die Mehrheit der Befragten, die Probleme seien zu einem großen Teil immer noch nicht gelöst.

Die meisten Menschen wanderten in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung in die alten Bundesländer ab. Sachsen-Anhalt verlor beispielsweise 26 Prozent seiner Bevölkerung.
Foto: Stefan Sauer/dpa/Symbolbild/dpa
Die Union kann sich im neuen ZDF-Politbarometer wieder von der AfD absetzen. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich CDU/CSU laut der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen auf 27 Prozent (+1) verbessern, die AfD käme auf 25 Prozent (+1) und die SPD auf 15 Prozent (unverändert).
Die Grünen könnten auf elf Prozent (+1) zulegen, die Linke bliebe bei elf Prozent und die FDP bei drei Prozent. Alle anderen Parteien erhielten zusammen acht Prozent (-1), darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erhalten würde. Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot weiterhin keine parlamentarische Mehrheit.
Wiedervereinigung hat Leben im Westen kaum beeinflusst
Mit Blick auf das 35-jährige Jubiläum der Wiedervereinigung ist fast die Hälfte der Menschen im Westen (47 Prozent) und eine Mehrheit im Osten (57 Prozent) der Meinung, dass die Probleme der Wiedervereinigung zu einem großen Teil immer noch nicht gelöst sind (gelöst: 49 Prozent bzw. 41 Prozent).
Was die Auswirkungen auf das eigene Leben angeht, sehen 62 Prozent der Befragten im Osten positive und nur neun Prozent negative Auswirkungen (kaum: 26 Prozent) der Wiedervereinigung.
Im Westen sieht das deutlich anders aus: Hier sagen 64 Prozent, dass die Wiedervereinigung ihr Leben kaum beeinflusst hat, 29 Prozent sprechen von positiven und drei Prozent von negativen Auswirkungen.
Die Umfrage zum Politbarometer wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 29. September bis 1. Oktober 2025 bei 1.300 Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. (dts/red)
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