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Auf dieser Wiese soll das Baby von einem fremden Hund lebensgefährlich verletzt worden sein - doch die Polizei nennt diese Version «erlogen».Foto: Philipp Hülsmann/dpa

Polizei: Hundeattacke auf Baby „erlogen“ – Vater verhaftet

Epoch Times18. Mai 2018
Der Säugling hat lebensgefährliche Verletzungen. Ein fremder Hund soll das erst wenige Tage alte Baby attackiert haben, so schildern es die Eltern. Erste Ermittlungen führen jedoch zu einem ganz anderen Ergebnis - und das ist noch erschreckender.

Der eigene Vater – und nicht wie zunächst behauptet ein Hund – soll einen Säuglingen in Osnabrück lebensgefährlich verletzt haben. Gegen den 24-Jährigen wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück mit.

„Die ganze Hundegeschichte ist erlogen“, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer der Deutschen Presse-Agentur. „Wir können ausschließen, dass das Kind durch Hundebisse verletzt wurde.“ Der Säugling sei geschlagen worden, offene Wunden gab es nicht.

„Das Kind habe geschrien, da habe er es ruhig stellen wollen, sagte der Vater in der polizeilichen Vernehmung aus“, so Retemeyer weiter. Die Tat sei vermutlich in der Wohnung der Eltern geschehen. Über die Rolle der Mutter bei dem Vorfall sei noch nichts bekannt.

Nach der ursprünglichen Darstellung der Eltern sollte der angebliche Hundeangriff am Dienstagabend auf einer Wiese erfolgt sein. Das Baby habe dort auf einer Decke gelegen. Ein fremder Hund sei dazugekommen, habe plötzlich das Kind gebissen und sei weggelaufen, sagten die Eltern laut Polizei. Wem der Hund gehörte, hätten sie nicht sehen können. Der Säugling kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, die Polizei suchte anschließend nach Zeugen.

„Rechtsmedizinische Untersuchungen haben ergeben, dass die schweren Verletzungen nicht von einem Hundebiss herrühren“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück schließlich mit. „Das Kind wurde lebensgefährlich verletzt, sein Zustand ist aber weiterhin stabil“, hieß es zum Gesundheitszustand des Opfers weiter. (dpa)



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