Polizei setzt Reizgas auf Gegen-Demo in Konstanz ein

Epoch Times5. Oktober 2020 Aktualisiert: 5. Oktober 2020 18:59
 „Das Wochenende vom 3. und 4. Oktober 2020 stand in Konstanz ganz im Zeichen verschiedener politischer Kundgebungen“, heißt es Bericht des Polizeipräsidiums Konstanz. Insgesamt waren für beide Tage 29 Versammlungen und Demonstrationen angemeldet. Diese seien „weitestgehend friedlich“ verlaufen, allerdings wurde auch Reizgas eingesetzt - auf einer Gegendemo.

Am Wochenende auf den Gegen-Demos standen Teilnehmer mit Antifa- und kommunistischen Flaggen dicht beieinander. Auf einer Demonstration am 3. Oktober sagte ein Redner, der sich in eine Fahne mit der Aufschrift linksjugend [`solid], einem Linken-nahen Jugendverband, eingehüllt hatte: „Es ist nicht das Virus, das für diese Krise, die auf dem Rücken der Arbeiter und Unterdrückten ausgesessen wird, verantwortlich ist.“

Um aus der ökonomischen und gesundheitlichen Krise herauszukommen, müsse ein grundsätzlicher Wandel herbeigeführt werden. Das bedeute:

Leerstehende Häuser, Villen und Hotels der Reichen müssen enteignet und dem Gesundheitssektor zugeführt werden, um mehr Krankenbetten zur Verfügung zu haben.“

Ein anderer betonte, dass, wer zurück zur Normalität wolle, zurück zu diesem System wolle. Dies sei jedoch ein System, „das Menschen zur Abhängigkeit zwingt, sie mit dem Verlust ihrer lebensnotwendigen Ressourcen bedroht, sobald sie nicht in der Lage sind, Kapital zu erwirtschaften.“ Auch die sogenannten „Querdenker“ würden von „zurück zur Normalität“ sprechen.

Am Sonntag schrien die schwarz vermummten Teilnehmer einer  Antifa-Demo: „Maske auf“ in Richtung der Querdenken-Kundgebung. Sie hatten sich dort am Rande aufgereiht und waren durch eine von Polizisten gebildete Kette von der Kundgebung getrennt.

Die Gegendemonstranten hielten neben Antifa-Flaggen mehrere Transparente, auf denen beispielsweise stand: „Marx ist Muss“, „Corona ist kein Fake“, „Sei kein Trump“ und „Solidarität statt Hetze“. Damit standen sie den Beamten direkt gegenüber. Plötzlich rückten die Antifa-Demonstranten nach vorn in Richtung Polizeikette, andere Teilnehmer aus den Reihen rücken nach und auch die Polizei verstärkte an dieser Stelle ihre Truppe. Als die Antifa-Demonstranten versuchten, die Polizeikette zu durchbrechen,  wurden sie mit Reizstoffsprühgeräten von Beamten zurückgedrängt.

Gegendemo-Bündnis: Solidarisch durch die Krise

Die Gegendemonstranten des überparteilichen Bündnisses unter dem Motto „Spread Love, not Corona – Solidarisch durch die Krise“ begann bereits am 3. Oktober in den frühen Morgenstunden in Konstanz. Zu dem Bündnis gehören Vertreter der Grünen, der SPD, der sozialistischen Jugend, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e. V. und viele andere mehr. Auf ihrer Webseite heißt es:

Noch immer unterschätzen viele die sogenannte „Querdenker-Bewegung“. Sie werden als „Esoteriker*innen“, „Spinner*innen“ und „Schwurbler*innen“ abgetan. Sie präsentieren sich als Friedensbewegung, tatsächlich aber kooperieren die sogenannten „Querdenker“ bundesweit mit Faschist*innen, Reichsbürger*innen, Rassist*innen, Muslimfeind*innen und Antisemit*innen. Die sogenannten „Querdenker-Demonstrationen“ sind hierbei Nährboden für Verschwörungsmythen jeglicher Art.

Das Virus, welches Covid-19 auslöse, stelle eine „ernstzunehmende Bedrohung für uns alle“ dar. Insbesondere bereits benachteiligte Menschen, wie Geflüchtete, Geringverdienende, Obdachlose sowie andere Menschen der Risikogruppen würden von dem Virus und den zur Eindämmung nötigen Maßnahmen besonders hart getroffen. „Wer sich vor diesem Hintergrund aus reiner Bequemlichkeit weigert, einfachste Mittel gegen das Virus wie Abstände, Masken und Verbote für Großveranstaltungen zu akzeptieren, handelt zutiefst unverantwortlich“, so der Vorwurf des Bündnisses.

Wer, wie die sogenannte Querdenken-Bewegung, die „Rücknahme aller gesetzlichen Änderungen, die im Zuge der Pandemie getätigt wurden, fordert, gefährdet damit unser aller Gesundheit“. Regierungshandeln sei selbstverständlich stets kritisch zu hinterfragen, „in diesem konkreten Fall sehen wir die wissenschaftliche oder ethische Grundlage dafür allerdings nicht gegeben“.

Die Spätfolgen seien noch nicht absehbar und der Krankheitsverlauf könne tödlich enden. „Die sogenannten ‚Querdenker‘ verkennen und verdrehen wissenschaftliche Fakten.“ Wer gegen diese Maßnahmen demonstrieren möchte, könne dies gerne unter den entsprechenden Schutzvorkehrungen wie Abstand sowie Masken tun. Ansonsten drohe eine Gefährdung der Bürger und eine weitere Verbreitung des Coronavirus.

Trotz breiter Befürchtungen hat sich die Anzahl von COVID-19-Erkrankungen in der Vergangenheit aufgrund stattgefundener Demonstrationen nicht erhöht. Weder hat es einen sprunghaften Anstieg nach den Querdenken-Demos im August in Berlin gegeben, noch ist dies nach den Black-Lives-Matter-Demonstrationen vorgekommen.

(nh/ks/sua)

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