Preis für Schützenpanzer Puma hat sich fast verdoppelt

Epoch Times19. Juli 2019 Aktualisiert: 19. Juli 2019 8:29
350 Schützenpanzer Puma für derzeit 5.989 Millionen Euro – Das Verteidigungsministerium begründet die Kostensteigerung mit der vertraglich vereinbarten „Preiseskalation“ und zusätzlichen Anforderungen an den Panzer.

Der Gesamtpreis für den Schützenpanzer Puma hat sich seit der ersten parlamentarischen Befassung fast verdoppelt. „Für die Herstellung der vollständigen Einsatzreife der 350 Schützenpanzer Puma sind derzeit 5.989 Millionen Euro eingeplant“, teilte das Verteidigungsministerium auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Matthias Höhn mit.

Diese Summe sei mehr als 2,9 Milliarden höher als die anfangs zugrunde gelegte Summe. Das Verteidigungsministerium begründet die Kostensteigerung mit der vertraglich vereinbarten „Preiseskalation“ und zusätzlichen Anforderungen an den Panzer.

Von der Leyen versprach Vollausstattung

Die beiden Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall, die den Puma herstellen, lieferten ihrerseits das bestellte. Die gelieferten Panzer verfügen jedoch nur über eine Art Basisausstattung und seien nicht geeignet für den Einsatz gegen modernste Waffen, sagt das Militär. Gebaut wird der Puma in Kassel.

Ab 2023 soll das Heer einen Gefechtsverband der schnellen Eingreiftruppe der Nato stellen, bei dem der neue Schützenpanzer eingesetzt werden soll. Bislang fehlen vor allem verschlüsselte Sprech- und Datenverbindungen großer Bandbreite. Die Digitalisierung des Heeres geht nur langsam voran. Die Panzer sollen teilweise auch kleinere Aufklärungsdrohnen steuern, wofür die derzeitige Funkverbindung nicht ausreicht.

Von der Leyen versprach in ihrer Zeit als Verteidigungsministerin der Truppe die Rückkehr zur Vollausstattung, wie es die Regel war. Auch die Verpflichtungen Deutschlands der Nato gegenüber bewirken, dass ab 2027 eine voll einsatzbereite Division für die Landes- und Bündnisverteidigung zur Verfügung stehen muss. Diese soll aus drei Brigaden mit je 4000 bis 5000 Soldaten bestehen. Der Plan könnte scheitern, wenn der Puma nicht bis 2023 im Einsatz steht. (dpa/ks)

 

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