Prozess in Hannover: Syrischer „Musterflüchtling“ (17) stach 24-jährige Verkäuferin in Burgwedel nieder

Von 22. August 2018 Aktualisiert: 22. August 2018 13:55
Ein Streit mit jugendlichen Syrern endet für ein junges Pärchen katastrophal und für die junge Vivien fast tödlich. Doch der junge Messerstecher aus Syrien gibt vor Prozessbeginn zu Protokoll: Wenn man beleidigt werde, dürfe man zustechen. Das sei den religiösen Anforderungen nach nicht zu beanstanden.

In Hannover läuft gerade der Prozess gegen den syrischen Flüchtling Abdullah A. (17), der aus nichtigem Anlass im März eine 24-jährige Verkäuferin auf der Straße niederstach und lebensgefährlich verletzte. Der Jugendliche, der sich nach Angaben der „Bild“ selbst als „Musterflüchtling“ bezeichnet, gab vor Prozessbeginn über seinen Anwalt eine schriftliche Erklärung ab:

Der Beschuldigte kennt es aus seiner Kultur so, dass Konflikte mit dem Messer ausgetragen werden. Er beschreibt die regionalen Bräuche wie folgt: Wird man beleidigt, darf man zustechen. In schweren Fällen darf man die Person töten.“

Weiterhin führte er aus, sein Verhalten „nach den religiösen Anforderungen nicht zu beanstanden“ sei und er nicht begreife, weshalb er in Haft sitzen müsse.

Das Urteil wird für den 11. September erwartet.

Verhängnisvolles Aufeinandertreffen

Samstagabend, 24. März, Burgwedel, rund 20 Kilometer nördlich von Hannover : In einem Supermarkt im Stadtteil Großburgwedel kam es zu einem folgenschweren Streit zwischen einem jungen Pärchen und jungen Flüchtlingen. Die 24-jährige Vivien K. war mit ihrem Freund Domenic (25) auf dem Weg etwas einzukaufen, als sie gegen 19.30 Uhr auf zwei junge Syrer (13, 14) trafen und sich ein kurzer verbaler Streit entwickelte.

Die Kontrahenten trennten sich wieder, das Pärchen ging zum Einkaufen. Auf dem Nachhauseweg trafen sie wieder auf die Jugendlichen. Zu ihnen hatte sich inzwischen der 17-jährige Abdullah A. gesellt, Bruder des 14-Jährigen und Cousin des 13-Jährigen. Es kommt erneut zum Streit und das Trio prügelt auf Domenic ein.

Als die junge Frau dazwischen ging, wurde sie mit einem Messer verletzt. Kurz darauf flüchteten die Angreifer. Der vom 25-Jährigen alarmierte Rettungsdienst transportierte die lebensgefährlich Verletzte mit einem Rettungswagen in eine Klinik, wo sie notoperiert wurde.“

(Polizeibericht)

40-Zentimeter-Narbe und fast tot

Die Attacke des 17-Jährigen hatte der jungen Frau fast das Leben gekostet. Sie musste notoperiert und ins künstliche Koma versetzt werden, war mehrere Tage in Lebensgefahr. Laut Aussage der Ärzte sollen ganze zwei Zentimeter über Leben und Tod von Vivian entschieden haben.

Nach Angaben der „Bild“ wurden ihr durch den Angriff mehrere Rippen gebrochen, Leber, Magen, eine Niere und der Darm verletzt. Ihre Milz und Teile der Bauchspeicheldrüse mussten entfernt werden. Heute „ziert“ sie eine 40 Zentimeter lange Narbe vom Brustbein bis zum Unterbauch.

Integration in Burgwedel?

Die Familie des Messerstechers lebt seit gut fünf Jahren im Ort, doch kaum jemand kennt die Leute, sie bleiben unter sich. Die Familienmitglieder kamen 2013 als Kontingent-Flüchtlinge aus Syrien nach Deutschland.

Noch kurz vor der Tat geriet die örtliche Flüchtlings- und Integrationspolitik des SPD-Bürgermeisters in heftige Kritik:

Fast eine halbe Million Euro – ohne Grundstück – gab die Stadt für ein neu gebautes Doppelhaus für zwei Flüchtlingsfamilien aus. Der Neubau solle, so Bürgermeister Axel Düker, SPD, wenn er nicht mehr als Unterkunft für Geflüchtete benötigt wird, das Angebot an dringend benötigten Sozialwohnungen verbessern, ebenso, wie das 1,3 Millionen Euro teure Sechs-Familien-Haus im Ortsteil Kleinburgwedel (2.492 Einwohner), das seit Mai 2017 im Betrieb ist.

Über die hitzigen Diskussionen um soziale Gerechtigkeit der Bürger im Netz sagte der Sozialdemokrat:

Trotz aller Integrationserfolge in Burgwedel habe ich mich nie der Illusion hingegeben, dass alle einverstanden sind mit unsere Flüchtlingspolitik.“

(Axel Düker, Bürgermeister)

Das Echo auf die „sachliche und korrekte Berichterstattung“ [in der Zeitung] sei schon „teilweise fürchterliches Gerede und übelster Trash“, so der Rathauschef.

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