Prozess in München: Deutsche Konvertitin und IS-Frau ließ kleine Jesidin (5) angekettet in der Sonne verdursten

Vor dem Oberlandesgericht München begann am Dienstag, 9. April, der Prozess gegen eine deutsche Islam-Konvertitin aus Niedersachsen, die sich im September 2014 der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak angeschlossen hatte. Doch nicht nur das: Unter der Obhut der IS-Rückkehrerin starb ein kleines Mädchen auf grausame Art und Weise.

Die Bundesanwaltschaft wirft der 27-Jährigen, die im Irak für die IS-Religions- und Sittenpolizei Hisba tätig war Mord und Kriegsverbrechen vor, sowie die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Die Angeschuldigte ist hinreichend verdächtig, als Mitglied der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat (IS)“ aus niedrigen Beweggründen einen Menschen grausam getötet (§ 211, § 129b Abs. 1 i.V.m. § 129a Abs. 1 StGB) und hierdurch ein Kriegsverbrechen begangen zu haben (§ 8 Abs. 1 Nr. 1 VStGB).“

(Frauke Köhler, OStA, Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft)

Amal Clooney als Anwältin der Mutter

In der Nebenanklage und auch als Zeugin tritt die Mutter des Mädchens auf. Eine ihrer Anwältinnen ist die Menschenrechtlerin Amal Clooney, Ehefrau des Hollywoodstars George Clooney. In einer gemeinsamen Mitteilung der Nebenklage und der jesidischen Organisation Yazda dankte die Anwältin den deutschen Anklägern:

Jesidische Opfer warten schon viel zu lange auf ihre Gelegenheit, vor Gericht auszusagen.“

(Amal Clooney)

Wie die Jesiden-Organisation bekannt gab, soll es sich bei dem Fall in München um die erste Anklage weltweit gegen IS-Mitglieder handeln, die Verbrechen gegen die religiöse Minderheit der Jesiden begangen haben, für die Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad sei dies ein großer Moment, wie die Genozid-Überlebende selbst erklärte.

Tödliche Bestrafung eines Kindes

Die Konvertitin Jenniver W. soll im Sommer 2015 gemeinsam mit ihrem IS-Mann, einem Iraker, ein kleines Mädchen aus einer Gruppe jesidischer Kriegsgefangener als Sklavin gekauft haben.

Nachdem das Mädchen erkrankt war und sich deshalb auf einer Matratze eingenässt hatte, kettete der Ehemann der Angeschuldigten das Mädchen zur Strafe im Freien an und ließ das Kind dort bei sengender Hitze qualvoll verdursten.“

(Generalbundesanwaltschaft)

Die Angeklagte soll nichts dagegen unternommen haben. Nach Angaben der Anklägerin Claudia Gorf sei das Kind „qualvoll“ bei 45 Grad verdurstet

Der Vorwurf gegen die Konvertitin lautet hierbei: Mord durch Unterlassen. Jennifer W. droht im Fall einer Verurteilung eine lebenslange Haft.

Bewaffnete IS-Sittenpolizei Hisba

Vor Gericht wirkte die in einer weißen Bluse und einem schwarzen Blazer gekleidete Jennifer W. so gar nicht wie eine IS-Schergin. Die „TZ“ berichtete aus dem Gerichtssaal:

Doch vor allem wirkt sie rundum verändert: kein Kopftuch mehr, kein Schleier, keine Anmutung einer Kriegerin. Ganz anders wirkte W. noch auf einem Foto in den Ermittlungsakten: Der Blick hart und streng, nur Augen und Mund liegen frei, sonst ist Jennifer W. in Schwarz gehüllt.“ („TZ“)

Nach ihrer Ausbildung durch den IS patroullierte die Konvertitin von Juni bis September 2015 durch die Parks von Falludscha und Mossul, um andere Frauen wegen der strengen Kleidervorschriften und Verhaltensregeln zu gängeln. Dabei war sie bewaffnet, mit Pistole, Kalaschnikow und einem Sprengstoffgürtel.

Im Video: Im April 2018 attackierte eine iranische Sittenpolizistin eine Frau in einem Park. Der Fall wurde dank sozialer Medien bekannt. Selbst der iranische Präsident Ruhani rügte das harte Vorgehen: „Die Förderung der Tugend funktioniert nicht über Gewalt.“ – Weit weg? Im Sommer 2017  drohten sechs fremdländische junge Männer einer jungen Frau und ihrem Begleiter beim Baden am Waldsee bei Wien mit Vergewaltigung und Gewalt, weil die junge Frau sich oben ohne sonnte.

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/prozess-in-muenchen-deutsche-konvertitin-und-is-frau-liess-kleine-jesidin-5-angekettet-in-der-sonne-verdursten-a2850072.html