Polizistenmord-Prozess gegen Reichsbürger soll am 29. August starten

P. ist wegen Mordes sowie versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Er soll im Oktober elfmal auf Beamte eines Sondereinsatzkommandos geschossen haben
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Ein Polizist geht in Georgensgmünd vor einem Haus am Tatort entlang.Foto: Nicolas Armer/dpa
Epoch Times29. Juni 2017

Im Fall der tödlichen Schüsse eines sogenannten Reichsbürgers auf einen Polizisten im fränkischen Georgensgmünd hat das Landgericht Nürnberg-Fürth den Prozessbeginn auf den 29. August terminiert. Bis zum 18. Oktober sind zunächst zwölf Verhandlungstage geplant, wie die bayerische Justiz am Donnerstag mitteilte. Am Montag hatte das Landgericht die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den Angeklagten Wolfgang P. unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen.

Neben dem getöteten Polizisten wurden zwei weitere Polizisten verletzt

P. ist wegen Mordes sowie versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Er soll im Oktober elfmal auf Beamte eines Sondereinsatzkommandos geschossen haben, die ihm seine legal erworbenen Waffen wegen seiner staatsfeindlichen Gesinnung abnehmen wollten. Dabei wurde ein 32 Jahre alter Polizist tödlich verletzt, zwei weitere Polizisten wurden verletzt.

In der vergangenen Woche hatte das Gericht die Anklage gegen einen mitbeschuldigten Polizisten in wesentlichen Punkten nicht zugelassen. Die Staatsanwaltschaft wollte diesen unter anderem wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen vor Gericht bringen, weil er nach Auffassung der Anklage P. und dessen Einstellungen kannte. Dem folgte das Gericht nicht und ließ nur die Anklage wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zu. Darüber soll vor dem Amtsgericht Ansbach verhandelt werden. (afp)



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