Hannover-Zoo: Quälerei von Baby-Elefanten durch Mitarbeiter (Beweis-Video)

Von 5. April 2017 Aktualisiert: 5. April 2017 17:09
Elefanten werden im Zoo von Hannover gequält. Darauf weist die Tierschutzorganisation PETA in einem Video hin.

Elefanten werden hinter den Kulissen des Zoos in Hannover geschlagen und gestoßen. Darunter befinden sich auch Elefantenbabys. Als Werkzeuge sollen dabei auch sogenannte Elefantenhaken zum Einsatz kommen. Dies beweisen Videos, die heimlich im Trainingsbereich gefilmt wurden und von der Tierrechtsorganisation PETA auf ihrer Webseite gezeigt werden.

Im Video ist auch zu sehen, wie die Elefanten mit Peitschenhieben und Schlägen und Stößen traktiert und gefügig gemacht werden. Die Elefanten sollen auf diese Weise trainiert werden um später vor Gästen etwas vorzuführen. Dabei gehen die Wärter teilweise sehr aggressiv gegen die Tiere vor.

Dickhäuter sind sehr empfindlich

Zwar sind die Tiere als Dickhäuter bekannt, seien aber dennoch empfindlich, so dass sie sogar Insektenstiche spüren würden, so PETA. Besonders schmerzhaft dürften die von den Pflegern eingesetzten „Elefanten-Haken“ sein. Die Bilder zeigen, wie die Tierpfleger die Dickhäuter mit einer Holzstange mit Eisen-Spitze schlagen. Doch auch wenn diese legal sind, jeder könne sehen, dass sie die Tiere quälen.

Große psychische Belastung für die Tiere

Und zu den Schmerzen kommt die Angst. Denn die Elefanten sind den Menschen hilflos ausgesetzt. Auch der Stress, den die erwachsenen Elefanten erleben, wenn sie sehen, wie die Kleinen behandelt werden, muss immens sein. Das Leben im Zoo sei ohnehin stressig, da Elefanten gewohnt seien am Tag 80 Kilometer zu wandern. Dort allerdings sind sie auf engstem Raum eingesperrt.

Dieses auch auf der Webseite PETA gezeigte Beweisvideo stamme aus dem Herbst 2016 und zeigt, wie brutal die Pfleger mit den Tieren umgehen.

Zoo: Elefanten werden durch die Haken lediglich geführt

Wie der NDR berichtet, sei der Chef des Zoos Casdorff von den Bildern emotional berührt gewesen und schockiert. Die Bilder wolle er nicht bestreiten, aber die Zusammenhänge klären, wie der NDR berichtet.

Zudem heiße es vom Zoo, die Elefanten werden durch die Haken lediglich geführt. Außerdem habe die Dressur den Zweck die Tiere auf medizinische Untersuchungen vorzubereiten.

Auch die Tierschutzbeauftragte des Landes, Michaela Dämmrich kritisiert die Behandlung der Elefanten im Hannover Zoo: „Ich hatte nicht erwartet, dass im Zoo Hannover die Tiere so dressiert werden“, sagte sie. Im Weiteren müsse jetzt geklärt werden, inwieweit Paragraph 1 des Tierschutzgesetzes betroffen sei, laut dem Tieren nicht ohne vernünftigen Grund Leiden und Schmerzen zugefügt werden dürften.

Tierschutz-Präsident: Elefantenhaltung nicht mehr tragbar

Unterdessen kritisierte der Deutsche Tierschutzbund den direkten Kontakt der Pfleger zu den Tieren. Dies bedeute für die Jungtiere Angst und Stress. Insgesamt hält der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, die Elefantenhaltung in Zoos für „nicht mehr tragbar.“

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN
Themen
Newsticker