Landtagswahlen Thüringen: Ramelow sieht mögliche Koalition mit CDU nach Wahl skeptisch

Epoch Times20. Oktober 2019 Aktualisiert: 25. Oktober 2019 17:40

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht eine Koalition mit der CDU nach der Landtagswahl skeptisch, vermeidet aber eine kategorische Absage an ein solches Bündnis.

Das sehe ich nicht“, sagte Ramelow dem „Tagesspiegel am Sonntag“ mit Blick auf ein Regierungsbündnis mit den Christdemokraten.

Der Linken-Politiker kritisierte zugleich den CDU-Spitzenkandidaten Mike Mohring und warf ihm mangelnde Abgrenzung nach rechts vor.

Mohring hatte kürzlich gesagt, er wolle verhindern, dass Thüringen vom linken oder rechten Rand regiert werde. Damit lasse er die Totalismus-Theorie wieder aufleben, die links und rechts gleichsetze, kritisierte Ramelow.

Umfragen zufolge muss die rot-rot-grüne Landesregierung um ihre Mehrheit bangen. Laut Erhebungen für ARD und ZDF vom Donnerstag kommt die Linke zwar auf Platz eins, doch für eine Fortsetzung des Bündnisses mit SPD und Grünen reicht es nicht.

Auch ein denkbares Bündnis aus CDU, SPD und Grünen hätte keine Mehrheit. Womöglich könnte es damit nach der Wahl am 27. Oktober zu einer Minderheitsregierung kommen.

Ebenso wie Ramelow setzen auch die Grünen darauf, dass doch noch eine Mehrheit für das bisherige Regierungsbündnis zustande kommt. Die CDU und ihr Spitzenkandidat Mohring „haben derzeit keine realistische Machtoption“, sagte Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner der Nachrichtenagentur AFP.

Seine Partei kämpfe darum, „die erfolgreiche Koalition aus Linken, SPD und Grünen fortzusetzen“. (afp)

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