„Rassistische Entscheidung“: Migranten-Partei ADD stellt Strafanzeige gegen Essener Tafel

Epoch Times3. März 2018 Aktualisiert: 4. März 2018 10:29
Die Migranten-Partei "Allianz Deutscher Demokraten" stellt eine Strafanzeige gegen die Essener Tafel. Vertreter der Partei bezeichnen die Entscheidung der Tafel als "rassistisch".

Die Diskussion um die Essener Tafel schlägt hohe Wellen. Politiker aller Parteien kommentieren die Entscheidung, vorerst keine Ausländer mehr als Neukunden aufzunehmen. Es hagelt Kritik, es gibt aber auch Verständnis.

Jetzt schaltet sich die Migranten-Partei „Allianz Deutscher Demokraten“ (ADD) ein und stellt eine Strafanzeige gegen die Essener Tafel. Das berichtet „Der Westen“ unter Berufung auf die Partei.

„Es ist uns wirklich nicht einfach gefallen. Doch die ausgebliebene Zivilcourage der Essener Bürger hat uns enttäuscht”, so der stellvertretende Vorsitzende der Partei, Recep Dadas.

Die ADD beklagt: die Tafel würde durch den gezielten Ausschluss von Ausländern nicht mehr der Allgemeinheit dienen. Dies sei auch der Grund der Strafanzeige.

Dem Bericht zufolge hatte die Partei versucht mit der Essener Tafel ins Gespräch zu kommen – doch E-Mails seien unbeantwortet geblieben.

„Dies ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass der Essener Oberbürgermeister und der Sozialdezernent der Stadt Essen diese rassistische Entscheidung decken“, so die ADD.

ADD-Vorsitzender nennt Tafel-Vorsitzenden „Rassist“

Zudem kritisiert die Partei Äußerungen von Jörg Sartor, dem Vorsitzenden der Essener Tafel. Sartor sei ein „Rassist“, moniert die ADD.

Und wer eine „rassistische Entscheidung“ treffe, müsse sich auch gefallen lassen als Rassist bezeichnet zu werden, zitiert die Zeitung Mehmet Tunas, Essener Vorsitzender der ADD.

Zudem beklagt Tunas: die Türken hätten „wesentlich“ zum Reichtum Deutschland beigetragen und jetzt würden sie nur wegen ihres türkischen Passes ausgeschlossen.

Deshalb hätten alle Mitglieder des ADD-Vorstands eine Strafanzeige gegen die Tafel gestellt.

Laut Focus sei die ADD jetzt AD, eine der AKP nahestehenden Kleinpartei mit etwa 1600 Mitgliedern. Sie richte sich vorwiegend an türkischstämmige Bürger und muslimische Einwanderer und wurde 2016 vom Vorsitzenden Remzi Aru, einem Berliner IT-Unternehmer, als Reaktion auf die Bundestagsresolution zum türkischen Völkermord an den Armeniern gegründet.

Offiziell, so heißt es weiter bei Focus, wolle die Partei sich für die Belange von Einwanderern und gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen. Auffällig sei eine inhaltliche Nähe zur Politik des türkischen Präsidenten Erdogan. (so)

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