Ratten, Müll und saure Luft: Integrationspolitiker besucht „Roma-Slums“ von Duisburg-Marxloh

Epoch Times29. Juni 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 3:33
Nach der Besichtigung von Abfallbergen und zugemüllten Kellern im Duisburger Problemviertel Marxloh kam der Staatssekretär für Integration, Thorsten Klute, zu der Erkenntnis, dass man bei manchen Menschen die "Fähigkeit zu wohnen infrage stellen" müsse und dies, obwohl kurz vorher noch schnell mal geputzt wurde.

In Marxloh leben rund 2.100 Rumänen und 2.500 Bulgaren. So manche von ihnen, vor allem an der Hagedornstraße und deren Umfeld würden hier "genauso leben, wie in den Slums in Rumänien", so Klute.

Bei dem 24-Stunden-Besuch des Staatssekretärs am vergangenen Mittwoch sollte es "ungeschönt" zugehen. SPD-Landtagsabgeordneter Frank Börner und der Stellvertretende Bezirksbürgermeister von Hamborn, Claus Krönke (SPD) zeigten dem Gast das Marxloher Problemviertel ohne Vorbehalte.

Müllberge und "skrupellose Vermieter"

Allerdings war die Kunde vom Auftauchen der Politprominenz schon vorausgeeilt und die rührigen Bewohner des Viertels schwangen die Besen im Laufe des Mittwochs, was die Abfallberge deutlich zum Schmelzen brachte. Dass der Besen hier nicht zum Standardwerkzeug gehört, ließ sich dann aber doch nicht ganz verbergen. Riesige Müllhaufen auf Hinterhöfen mit herumtollenden Ratten und zugemüllte Keller verströmten den säuerlichen Geruch verwesender Lebensmittel, berichtet "Der Westen".

Im Juni 2015 zählten städtische Mitarbeiter der Abfallaufsicht 81 wilde Müllkippen in Marxloh. Viele Bewohner beschweren sich und fordern ein hartes Durchgreifen der Behörden.

Hinzu kommt das Elend überfüllter Wohnhäuser, teilweise ohne fließend Wasser.

"Skrupellose Vermieter" kaufen eine Immobilie nach der anderen von Eigentümern, die hier weg wollen auf, und überbelegen sie gewinnbringend "mit Menschen aus sehr armen Regionen". Diesen will Klute das Handwerk legen. Gegen die Überbelegung will er mit dem Wohnungsaufsichtsgesetz vorgehen.

No-Go to this place?

Alteingesessene Anwohner hätten ihm bestätigt, dass sich durch die verstärkte Polizeipräsenz "das Sicherheitsgefühl in Marxloh" verbessert habe. Bei einer nächtlichen Patrouille mit der Polizei war dann auch kaum was los und so konnte der Politiker natürlich auch keine No-Go-Areas mehr entdecken, für heute wenigstens. (sm) 

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