SPD-Politiker Reiter klarer Sieger der Münchner Oberbürgermeisterwahl – Grüne enttäuscht

Epoch Times30. März 2020 Aktualisiert: 30. März 2020 16:44
Das Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in München steht nun offiziell fest. SPD-Politiker Dieter Reiter bleibt auch die nächsten sechs Jahre Oberbürgermeister.

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die Stichwahl in der bayerischen Landeshauptstadt deutlich gewonnen. Nach Abschluss der Auszählung am Montag kam der Sozialdemokrat auf 71,7 Prozent der Stimmen. Seine Herausforderin Kristina Frank von der CSU holte nur 28,3 Prozent.

Bei seiner ersten Wahl vor sechs Jahren musste Reiter ebenfalls in die Stichwahl, damals setzte er sich mit 56,7 Prozent der Stimmen gegen seinen CSU-Konkurrenten Josef Schmid durch.

Wegen Corona-Krise nur Briefwahl

Die Auszählung war am Sonntagabend unterbrochen worden. Bereits nach Vorliegen von etwa zwei Dritteln der Auszählung gratulierte Frank dem alten und neuen Oberbürgermeister. In Bayern waren in vielen Städten und Gemeinden Stichwahlen nötig geworden. Diese erfolgten wegen der Corona-Krise ausschließlich als Briefwahl.

In vier der fünf größten bayerischen Städte gibt es damit mittlerweile ein Ergebnis. Während die CSU die SPD-Hochburg Nürnberg einnehmen konnte, mussten die Christsozialen das von ihnen dominierte Ingolstadt an die Sozialdemokraten abgeben. Augsburg bleibt von der CSU geführt.

Insgesamt dominierte die CSU die Kommunalwahlen in den kreisfreien Städten und Landkreisen deutlich. Sie konnte sich dort 60 Mal mit ihren Kandidaten durchsetzen. Die SPD holte zwölf Wahlsiege, die Freien Wähler acht.

Grüne zeigen sich enttäuscht

Enttäuschend verliefen diese Wahlen für die Grünen, die nur im Landkreis Miltenberg mit Jens Marco Scherf einen Landrat stellen und auch keinen Oberbürgermeisterposten gewinnen konnten. Rein nach Mandaten in Stadt- und Gemeinderäten wurden die Grünen zweitstärkste kommunale Kraft.

Weiter verzögerte sich die Auszählung in Regensburg, wo laut Stadtwahlleiter Walter Boeck ungefähr 70.000 Wahlbriefe eingegangen waren. Da die Stadt aus Sicherheitsgründen auf ehrenamtliche Wahlhelfer verzichtete und nun etwa 70 städtische Mitarbeiter auszählen müssen, soll erst am Dienstag feststehen, ob die SPD-Politikerin Gertrud Maltz-Schwarzfischer oder die CSU-Kandidatin Astrid Freudenstein Oberbürgermeisterin wird. (afp)

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