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Drohung der Jungen Gruppe der Unionsfraktion

Rentenpaket im Bundestag: Ministerin Prien will Abstimmung verschieben

Bundesjugendministerin Prien plädiert dafür, die Abstimmung über das Rentenpaket zu verschieben. Es sollten „gerechte Lösungen für die breite Mehrheit“ gefunden werden – über Generationen hinweg.

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Bundestagssitzung am 14.11.2025 (Symbolbild).

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Lesedauer: 1 Min.

Im Streit um das geplante Rentenpaket der Bundesregierung plädiert Bundesjugendministerin Karin Prien (CDU) dafür, die Abstimmung im Bundestag zu verschieben.
„Was die konkrete Frage nach dem Rentensystem angeht: Es ist wichtig, dass im Parlament gerechte Lösungen für die breite Mehrheit gefunden werden“, sagte die Ministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend dem „Handelsblatt“. Deshalb müsse die Bundesregierung im Bundestag weiter das Gespräch „über die Generationen hinweg“ suchen.

Streit innerhalb der Union

Derzeit steht das Rentenpaket im Bundestag wegen eines unionsinternen Streits auf der Kippe.
Hintergrund ist die Drohung der 18 Abgeordneten der sogenannten Jungen Gruppe der Unionsfraktion im Bundestag, die Verabschiedung des Gesetzes zu verhindern. Sollten ihre Stimmen bei dem Votum im Bundestag fehlen, hätte die Koalition alleine keine Mehrheit.
Die jungen Unionsmitglieder stören sich vor allem an der geplanten Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent über das Jahr 2031 hinaus – dies gehe zulasten der jungen Menschen. Die SPD pocht auf die Verabschiedung der vom Kabinett beschlossenen Rentenpläne zur Stabilisierung des Rentenniveaus.
„Wir müssen über mehr reden, als nur die Rentenformel“, sagte Jugendministerin Prien jetzt dem „Handelsblatt“.
Deshalb sei ihr als Senioren- wie als Jugendministerin gleichermaßen wichtig, „dass wir ältere Menschen nicht nur als Kostenfaktor sehen, sondern dafür sorgen, dass sie auch im Ruhestand ein aktiver Part der Gesellschaft bleiben – mit Erfahrung, Lebensklugheit und dem Wunsch sich einzubringen“. (afp/red)

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