Reutlingen: Umsonst & Draußen-Festival überschattet – Nach sexueller Nötigung noch blutige Messer-Attacke bei Eko Fresh

Von 17. Juli 2017 Aktualisiert: 20. Juli 2017 11:19
Beim Reutlinger KuRT-Festival kam es zu zwei ernsthaften Vorfällen. Der Auftritt des türkischstämmigen Rappers Eko Fresh wurde trotz einer blutigen Messer-Attacke auf zwei Teenager fortgesetzt, aus Angst vor "Stress und Hektik".

Das Reutlinger KuRT-Festival ist ein seit 2007 bestehendes jährliches Umsonst & Draußen-Festival. In diesem Jahr wurde das Fest durch zwei ernsthafte Vorfälle gestört. Die Veranstalter zeigten sich geschockt.

Wir sind alle sehr schockiert über die beiden Vorkommnisse.“

(Ida Wied, Orga-Team)

Laut dem „Schwäbischen Tagblatt“ wurde bereits am Freitagabend eine 23-Jährige sexuell genötigt.

Gegen 23 Uhr wurde die junge Frau plötzlich in die tanzende Menge gestoßen und dabei von zwei unbekannten Männern festgehalten. Ein dritter Mann griff der 23-Jährigen von hinten her in die Hose in den Intimbereich.

Die drei Tatverdächtigen wurden als männlich mit dunklem Teint und dunklen Haaren beschrieben.“

(Polizeibericht)

Das Polizeirevier Reutlingen bittet um Zeugenhinweise und Meldung weiterer möglicher Opfer unter Telefon 07121 / 942 – 3333.

Messerstecher (21) bei Eko-Fresh

Am nächsten Abend, gleiche Zeit: Gegen 23 Uhr griff ein 21-Jähriger aus bisher unbekannten Gründen zu seinem Messer und stach auf zwei junge Festivalbesucher (13, 17) ein, als der türkischstämmige Rapper Eko Fresh gerade seinen Auftritt hatte.

Ida Wied vom Organisationsteam beteuerte, dass alle Besucher am Eingang kontrolliert worden seien, jedoch:

Wenn ich so eine Veranstaltung mache, kann ich es nicht ausschließen, dass jemand durch den Zaun ein Messer aufs Gelände bringt.“

(Ida Wied, Organisatorin)

Der Tatverdächtige konnte vor Ort durch Sicherheitskräfte überwältigt und von der Polizei festgenommen werden.“

(Polizei Reutlingen)

Trotz des blutigen Vorfalls wurde die Veranstaltung nicht abgebrochen: „Dann wäre das Publikum wütend, und es gäbe noch mehr Stress und Hektik“, so Ida Wied vom Orga-Team.

Während der 13-Jährige nach ambulanter Versorgung wieder aus der Klinik entlassen werden konnte, musste der Jugendliche (17) operiert werden. Eine Notoperation sei es allerdings nicht gewesen, versucht die Polizei zu besänftigen.

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