Richter verkürzt Haftstrafe für Intensivtäter: „Erhöhte Haftempfindlichkeit“, weil er kein Deutsch kann

Der 28-jährigen Intensivtäter Adel S., der sich illegal in Deutschland aufhält, erhielt in einem Berufungsverfahren vor dem Landgericht Zwickau eine Haftverkürzung zugesprochen. Der Richter begründet dies mit einem Geständnis von Adel S. und einer Sprachbarriere, der er im Gefängnis ausgesetzt sei.
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SymbolbildFoto: Patrick Pleul/dpa
Epoch Times26. April 2018

Der Algerier Adel S. hat in Deutschland illegal lebend trotz Bewährung in Plauen Leute ausgeraubt, ist in Wohnungen eingebrochen und verletzte zuletzt einen Mann mit einem Messer schwer.

2016 wurde er dafür vom Amtsgericht Zwickau zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Adel S. ging in Berufung und erhielt jetzt durch das Landgericht Zwickau eine Haftverkürzung auf zweieinhalb Jahre.

Richter Rupert Geußer rechnete dem 28-jährigen Algier sein jetziges Geständnis zu seinen damaligen Straftaten an und begründete die Haftverkürzung außerdem mit „erhöhter Haftempfindlichkeit“.

Richter begründet „erhöhte Haftempfindlichkeit“ mit Sprachbarriere

Richter Rupert Geußer begründete die sogenannte „Haftempfindlichkeit“ für den wegen des Erschleichens von Leistungen, Wohnungseinbruchsdiebstahl, gefährlicher Körperverletzung und versuchten schweren Raubes verurteilten, mit der Sprachbarriere im Gefängnis.

Der Algerier Adel S. spricht kaum ein Wort Deutsch und konnte nur mit einem Dolmetscher die Fragen des Richters beantworten, so „Bild“.

Nach eigenen Aussagen kam Adel S. von Algerien nach Spanien, lebte sechs Jahre dort mit einer Freundin und seinem Kind. „In Spanien gab es nix, hatte keine Arbeit. Man sagte mir, hier in Deutschland gebe es Arbeit. Doch ich fand keine“, äußerte Adel S. über seinen Dolmetscher. „Die Situation war nicht gut. Ich fing mit Crystal an. Danach landete ich im Gefängnis“, berichtet die „Bild“.

Schwester schickte Adel 6.000 Euro aus Dubai

Zwei Monate lang habe Adel S. Geld vom Staat bekommen, bevor er ins sächsische Plauen zu einer Freundin abtauchte.

In Plauen lebend habe er dann von seiner Schwester aus Dubai Geld geschickt bekommen, 6000 Euro – auf einen anderen Namen, so die „Bild“ weiter. (er)



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