Rostock: Messer-Attacke im Flüchtlingsheim – Lebensgefahr nach Herzstich

Von 2. November 2016 Aktualisiert: 2. November 2016 10:44
Zu gleich zwei Messer-Attacken kam es im Raum Rostock am Montag. Im ersten Fall stieß ein Ägypter seinem syrischen Kontrahenten ein Küchenmesser in die Herzgegend und verletzte ihn lebensgefährlich. Im zweiten Fall traf ein ehemaliger Lebensgefährte einer Frau auf den derzeitigen. Der Streit auf der Landstraße nahe Goritz endet mit dem Messer.

Es war ein Kampf zwischen einem Syrer (25) und einem Ägypter (38), der sich am Sonntagnachmittag, 30. Oktober 2016 gegen 13.45 Uhr in einem Flüchtlingsheim im Rostocker Stadtteil Lütten Klein zutrug.

Zunächst stritten sich der Ägypter und ein Bruder des späteren Opfers in der Unterkunft in der Möllner Straße auf dem Flur des 2. Stocks verbal. Dann sei der Ägypter in sein Zimmer gegangen und habe ein Küchenmesser mit einer Klinge von 20 bis 25 Zentimetern Länge geholt, erklärte Harald Nowack, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Dienstag.

Stich ins Herz

Als er zurückkam, habe sich der 25-Jährige eingemischt und sei dabei lebensgefährlich verletzt worden, als der Ägypter dem Syrer einen Stich mit dem Messer in die Herzgegend versetzte, berichteten die „Norddeutsche Neueste Nachrichten“. Zuvor wurde ihm bereits in die Beine gestochen.

Die Polizei eilte kurz nach Ausbruch des Kampfes herbei und überwältigte den Messerstecher. Weitere Tumulte gab es, weil ein Angehöriger des verletzten Syrers in den Streifenwagen eindringen wollte, um an den festgenommenen Ägypter zu gelangen. Die Polizei musste eingreifen.

Opfer im Schockraum der Uni-Klinik

Das schwerst verletzte Opfer wurde durch den ebenfalls herbeigeeilten Notarzt erstbehandelt und mit dem Rettungswagen in den Schockraum der Universitätsklinik gebracht.

„Der Mann wird in der Klinik derzeit notoperiert“, so Carsten Kroll, Sprecher des Rostocker Polizeipräsidiums laut „SVZ“. Der 25-Jährige habe die Notoperation überstanden, hieß es später, schwebe allerdings weiter in Lebensgefahr.

Der Ägypter wurde in Untersuchungshaft überstellt. Ihm droht eine Anklage wegen versuchten Totschlags.

Weitere Messerattacke am Montag

Am selben Tag kam es auf der Landstraße Nr. 18 nahe Goritz, rund 40 Kilometer südöstlich von Rostock zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der ein 29-jähriger Mann einen 29-Jährigen mit dem Messer schwer verletzte.

„Im Verlauf der Konfrontation zog der tatverdächtige Mann ein Messer und fügte dem Opfer tiefe Schnittverletzungen am Hals zu“, heißt es dazu im Polizeibericht.

Anschließend sei der Täter zunächst unerkannt geflüchtet, konnte aber durch Hinweise aus dem Bekanntenkreis des Opfers noch am Abend in seiner Wohnung im Nachbarort verhaftet werden. Auch in diesem Fall wird gegen den Täter wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Der 27-Jährige erlitt schwere, jedoch nicht lebensbedrohliche Verletzungen durch zwei Schnitte am Hals.

Kampf um Frau?

Laut dem Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rostock, Harald Nowak, hätten die Ermittlungen ergeben, dass sich die beiden Männer, ein jetziger und ein ehemaliger Lebensgefährte einer Frau, kannten. Um diese habe sich wohl auch der Streit gedreht.

Bei den beteiligten Personen habe es sich um deutsche Staatsbürger ohne Migrationshintergrund gehandelt.

Ob es sich um eine zufällige Begegnung oder um einen vorsätzlichen Angriff gehandelt hatte, ist bisher unklar.

 

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