"Fridays for Future"-Demo am 15. März 2019 in Berlin.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Rotgardisten zwischen Klima-Aktivisten? – Erlebnisse eines AfD-Kreisvorsitzenden bei „Fridays for Future“ in Darmstadt

Epoch Times18. Juni 2019 Aktualisiert: 10. August 2019 16:48
Werden die Klima-Proteste von linken Extremisten/Kommunisten unterwandert, die Zukunftsängste der Jugendlichen ausgenutzt?

Sascha Loppnow, Informatiker und AfD-Kreisverbandsvorsitzender von Darmstadt-Dieburg, und die Klima-Aktivisten kennen sich schon aus dem Bundestag.

Der 21-Jährige hatte den Demonstranten ihr Plakat „Eure Klimapolitik = Katastrophe“ bei der inszenierten Klima-Demo im Bundestag bei „Jugend und Parlament“ Anfang Juni aus den Händen gerissen.

Loppnow war mit einem Begleiter am 14. Juni bei „Fridays for Future“, um mit den Klima-Aktivisten ins Gespräch zu kommen. Er habe die Demonstranten nicht provoziert, hieß es. Allerdings trug er ein AfD-T-Shirt. Doch von Toleranz war hier keine Spur, dafür trafen die Filmer auf Aggressivität statt Diskurs.

Wie es weiter heißt, seien die beiden Klima-Skeptiker „geschubst, gestoßen, am Weitergehen gehindert und abgedrängt worden. Loppnow beteuerte, auf jegliche Gegenwehr verzichtet zu haben, um nicht in die Täterrolle gedrängt zu werden, hatte er gegenüber „PI“ versichert, schreibt der medienkritische Blog „Journalistenwatch“.

Dennoch wurden die beiden von den Demonstranten bei der Polizei angeschwärzt, gewalttätig geworden zu sein. Daraufhin wurden sie von der Polizei von der Demonstration ausgeschlossen.

Ihren Aussagen zufolge fanden augenscheinlich viele „normale“ Demonstranten das Verhalten der linken Extremisten als abstoßend.

„Fridays for Future“-Darstellung des Vorfalls

Einer Pressemitteilung der Organisation „Fridays for Future Darmstadt“ zufolge kamen rund 3.500 Teilnehmer zur Demo „für mehr Klimagerechtigkeit“, darunter auch „zwei Anhänger*innen der Partei ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD)“, die für viel Unruhe und Streit gesorgt hätten.

Grundsätzlich hat das Organisationsteam im Konsens festgelegt, auf der Demo keine rassistischen, faschistischen, gewalttätigen, homophoben, queerphoben, antisemitischen oder klimaschutzfeindlichen Personen zu dulden.“

(„Fridays for Future Darmstadt“)

Die Organisatoren bedauerten es, dass sich jedoch eine vorsorgliche Selektion jedoch nicht realisieren läßt, wie sie „nach Rücksprache mit und Aussage eines auf Versammlungsrecht spezialisierten Rechtsanwalts“ erfahren mussten. Denn: Nur die Polizei hat das Recht, Personen von Versammlungen unter freiem Himmel auszuschließen. „Auch im Vorhinein ausgesprochene Kollektivausschließungen sind rechtswidrig“, so die Erkenntnis aus der rechtlichen Situation.

Polizei gegenüber Handgreiflichkeiten angegeben

Die einzige Möglichkeit sei, einen Ausschluss durch Gespräche mit der Polizeieinsatzleitung bzw. den betroffenen Personen zu bewirken, was „von mehreren Mitglieder*innen des Organisationsteams, mit Verweis auf die Unruhen, probiert“ worden sei. Doch weder die „Anhänger*innen der AfD“, noch die „Polizist*innen“ handelten den Aufforderungen gemäß.

Daraufhin kam es zu aus unserer Sicht unschönen Tumulten zwischen Teilnehmer*innen und den AfD-Anhänger*innen.“

Nach Schilderungen von „mehreren Teilnehmer*innen über von den AfD-Anhänger*innen ausgehenden Handgreiflichkeiten“ wurden dann Platzverweise und Auschluss von der Versammlung ausgesprochen. Das „Verhalten der Polizei“ hielt man deshalb für grenzwertig und unprofessionell.

Die Pressemitteilung wurde auf „Darmstadtforfuture“ und ebenso auf „Indymedia“ veröffentlicht.

„Indymedia“-Darstellung des Vorfalls

Doch nicht nur, dass die Pressemitteilung von „Fridays for Future Darmstadt“ auch auf der linksextremen Plattform „Indymedia“ veröffentlicht wurde, die Plattform brachte auch ihren eigenen Beitrag. Hier hieß es u. a., dass gegen 11.15 Uhr „fleißige Antifaschistische Schüler*innen zwei AFDler, Sascha Loppnow und Roland Sauer im vorderen Teil der Demonstration“ entdeckten. Da einer von ihnen ein blaues AfD-Shirt trug. Sie wurden „höflich gebeten die Demo sofort zu verlassen“, so die Schilderung. Allerdings:

Die beiden Neofaschisten wollten den Klimaschutzstreik nicht verlassen. (…) Als sich ein Grüppchen Demonstrant*innen lautstark kritisch gegenüber einem AFDler äußerte, entschied sich die Polizei endlich in die Situation einzugreifen.“

(„Indymedia“)

Während der Aufnahme der Personalien des „AFDlers Roland Sauer sowie die eines Antifaschisten“ habe sich Sascha Loppnow wieder in die Mitte der Demo  geschlichen. Dann hätten mehrere Menschen den Wunsch an die Organisation herangetragen, die beiden von der Demo zu verweisen. Nun erfuhren diese, dass man das aus „rechtlichen Gründen“ nicht tun könne.

Wegen der fehlenden Reaktion der Organisation entschieden sich antifaschistische Schüler*innen die beiden von der Demo zu drängen.“

(„Indymedia“)

Man forderte von „Fridays for Future“ klare Kante gegen „Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit (Roland Sauer: “Bist du schwul oder warum kommst du mir zu nah”) und Rechtsextremismus“ zu zeigen.

Unterwanderung durch Linksextremisten

Nach Angaben der „Bild“ werden die derzeit weltweit weitgehend friedlichen Klima-Proteste offenbar gerade von Linksextremisten unterwandert. Die Polizei NRW warnte in einer Lage-Einschätzung zum am 21. Juni in Aachen geplanten ersten internationalen „Fridays for Future“-Streik:

(Polizei NRW)

Es gebe konkrete Verbindungen zur vom Verfassungsschutz beoachteten „Interventionistischen Linken“, die immer wieder bei gewalttätigen Globaliserungs-Protesten in Erscheinung trete, wie etwa dem G-20-Gipfel in Hamburg 2017. Offenbar stehen diese tatsächlich mit den Organsiatoren von „Fridays for Future“ in Kontakt, ebenso wie zu Aktivisten der sogenannten Anti-Kohle-Bewegung vom Hambacher Forst.

Eine Sprecherin der Organisatoren der Aachen-Demo beteuerte jedoch: „Auf unsere Demo werden verschiedenste Menschen kommen. Und wir werden gemeinsam, friedlich, bunt und kreativ deutlich ­machen, dass sich was ändern muss. Von uns wird zu keinem Zeitpunkt Eskalation ausgehen.“

Die Kollegen von Darmstadt wollten – wie oben beschrieben – dies schon durch Selektion im Vorfeld regeln. Geklappt hatte es dann doch nicht. Zwei junge Männer und ein AfD-T-Shirt hatten ausgereicht, das latent exisitierende Gewaltpotenzial andeutungsweise hervorzulocken. (sm)


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