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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im Gespräch mit Saad Scharida al-Kaabi, Energieminister von Katar.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im Gespräch mit Saad Scharida al-Kaabi, Energieminister von Katar.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Saad al-Kaabi erteilt Habeck Absage: Deutschland muss sich hinten anstellen

Epoch Times31. März 2022
Der Krieg hat die Dringlichkeit, unabhängig von russischem Gas zu werden, wesentlich erhöht. So begeben sich führende Regierungsvertreter auf Golfreise, auch Wirtschaftsminister Robert Habeck. Doch Deutschland muss sich hinten anstellen.

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Nach den aktuellen Statista-Daten (2020) bezieht Deutschland etwa 49 Prozent des Erdgases aus Russland. Um das zu ändern, reiste Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck Ende März nach Katar. Laut „FAZ“ teilte sein Ministerium kurz darauf die Erfolgsmeldung mit: Eine langfristige Energiepartnerschaft mit dem Emirat wurde fest vereinbart. „Da ist nun eine große Scheibe weggebrochen“, sagte der Minister.

Doch Katars Energieminister Saad Sherida al-Kaabi spricht nur von einem „klaren Willen“, in der Zukunft Gas nach Deutschland liefern zu wollen. Die seit Jahren geführten Diskussionen über die Lieferung verflüssigten Erdgases (LNG) nach Deutschland hätten jetzt wieder an Fahrt aufgenommen und die Frage nach einem konkreten Vertrag mit Deutschland beantwortete er mit einem klaren „Nein“.

Nötige Infrastruktur fehlt in Deutschland

Auch sei ein Lieferumfang dieser Größenordnung derzeit unmöglich. Der belgischen Wirtschaftszeitung L’Echo sagte Al-Kaabi: „Russisches Gas kann derzeit nicht ersetzt werden.“

Laut „Berliner Zeitung“ plane Katar, seine Produktion im Jahr 2026 von 77 Millionen auf 126 Millionen Tonnen pro Jahr zu steigern. Doch: „Bis dahin sind wir an unsere bestehenden Vereinbarungen gebunden“, bremst Al-Kaabi die Hoffnung auf eine schnellere Lieferung.

Außerdem verfüge Europa und insbesondere Deutschland nicht über die nötige Infrastruktur. Beispielsweise würde Kroatien wenigstens über Flüssiggas-Terminals verfügen. Die zwei geplanten Terminals in Schleswig-Holstein müssten jedoch erst den Widerstand grüner Umweltschützer überwinden, die den Bau verhindern wollen.

Der Trost Al-Kaabis, dass die Lieferungen des gesamten LNG, das bereits für Europa bestimmt sei, nicht umgeleitet oder reduziert werden würden, ist schwach. Man habe vor, „in dieser Krisenzeit seine Solidarität und seine Unterstützung für Europa zu zeigen“ – gemäß den Vereinbarungen.

„Europäer selbst schuld“

Für Al-Kaabi seien die Europäer selbst schuld an dem Problem. „Europa hat sich seit Jahren von LNG abgewandt. Europäische Regierungen haben Öl- und Gasunternehmen aufgefordert, sich auf erneuerbare Energien zu konzentrieren. In Kombination mit der Covid-19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine hat diese Situation die Preise in die Höhe getrieben.“

Jetzt werde derjenige bedient, der die gestiegenen Preise zahlen kann und zudem über die entsprechende Infrastruktur verfügt. „Jeder auf der ganzen Welt, der Gas kauft, reist für zusätzliche Lieferungen nach Katar“, berichtet der Energieminister. Deutschland müsse sich hinten anstellen und dies sei Habeck unmissverständlich mitgeteilt worden. (bs)



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