„Es reicht!“ – Frauenmarsch zum Kanzleramt: „Wir wollen keine schwedischen Verhältnisse in Deutschland“

Von und 19. Januar 2018 Aktualisiert: 17. Februar 2018 7:38
"Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss." (Johann Wolfgang von Goethe)

„Es reicht!“, empfindet Leyla Bilge, ehemalige Muslimin und für die Rechte der Frauen kämpfende Kurdin, die im Düsseldorfer Umland aufgewachsen ist.

Vor über 30 Jahren flüchtete sie mit ihren Eltern vor der Verfolgung in der Türkei nach Deutschland. Hier hält sie auch Vorträge über den Islam, Kinderehen und Frauenrechte. Das brachte ihr Drohungen von Islamisten ein. Auch die Medien mögen sie nicht mehr, seit sie in die AfD eintrat und kritisch über den Islam und die deutsche Flüchtlingspolitik spricht.

Doch sie ist nicht nur eine Frau der Worte: Mit ihrem Verein „Leyla e.V.“ hilft sie jesidischen und christlichen Flüchtlingen im Nahen Osten und in den Flüchtlingslagern im syrisch-türkischen Grenzland, veranstaltet dafür auch Benefizkonzerte und sammelt Spenden.

Samstag, 17. Februar 2018, Berlin

„Die Freiheit der Frau ist NICHT verhandelbar“ – mit diesem Slogan organisiert die AfD-Politikerin Leyla Bilge einen Frauenmarsch zum Kanzleramt, der am Samstag, 17. Februar 2018, ab 15 Uhr, stattfinden wird. Treffpunkt ist der U-Bahnhof „Hallesches Tor“ in Kreuzberg.

Nein, wir geben uns NICHT mehr damit zufrieden, mit Charity-Armbändern durch die Gegend rumzulaufen, um uns gegen sexuellen Missbrauch von muslimischen Flüchtlingsmännern hier zu schützen. Auch lassen wir uns nicht gefallen, dass man uns in Beduinzelten zu Silvester unterbringen möchte.“

(Leyla Bilge, Video-Aufruf zum Frauenmarsch)

Hier das Video von Bilges Aufruf zum Frauenmarsch:

Jede Stimme, jede Frau werde an diesem Tag gebraucht, beim Marsch der Frauen zum Bundeskanzleramt, dem Amtssitz von Angela Merkel.

Wenn die Polizei Frauen rät nicht mehr alleine joggen zu gehen ist eine Grenze des Ertragbaren erreicht. Beinahe täglich lesen wir über grausame Vergewaltigungen und Morde an Frauen. Wir wollen keine schwedischen Verhältnisse in Deutschland.“

(Leyla Bilge, Frauenmarsch)

Je mehr Frauen kämen, umso größer der Druck auf die Bundeskanzlerin und die Altparteien-Politiker, so Bilge.

Wir brauchen wieder Sicherheit auf den Strassen und fordern die Kanzlerin auf, sich gegen die sexuellen Übergriffe und Morde an Frauen, gegen Kinderehen, aber auch gegen Freiheitsberaubung, gegen Verhüllungszwang und gegen die Zwangsverstümmelung an wehrlosen Kindern einzusetzen. Wir sind hier in Deutschland im 21. Jahrhundert, es darf keinen Rückfall ins Mittelalter und schleichenden Einführung der Scharia geben.“

Jeder sei willkommen, „egal welcher Herkunft und welche politische Ideologie“, solange man „mit unseren Gesetzen, Werten vereinbar“ und „gegen die fatale Flüchtlingspolitik der Altparteien“ sei.

Zusammenhalt in Berlin

Der Aufruf zum Frauenmarsch stieß laut Bilge auf viel positive Resonanz. Auf Facebook gab es dazu viele positive Kommentare: „Bravo… Hoffentlich schließen sich viele Frauen an… Je mehr desto besser…“, schrieb eine Userin. Andere, die in Berlin wohnen, bieten Schlafmöglichkeiten für Menschen, die aus anderen Gegenden im Bundesgebiet zu der Demo kommen wollen.

Außerdem habe sich ein Sponsor bereit erklärt, Matratzen und Getränke kostenlos für die Teilnehmer des Marsches zur Verfügen zu stellen, meinte Bilge in einem anderen Video.

Selbst aus Niedersachsen kommen Frauen zum Frauenmarsch nach Berlin, wie Elena Würdig, die in ihrem Video den deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe zitiert:

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Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.“

(Goethe)

Schwedische Verhältnisse in Deutschland?

Niemand will schwedische Verhältnisse in Deutschland. Doch sind wir schon auf dem Weg dorthin. Nach einer erschütternden Serie von Vergewaltigungen durch Männergruppen in Malmö warnte der dortige Polizei-Chefermittler Anders Nielsson:

Diese Raubtiere konzentrieren sich auf Frauen, die nachts alleine draußen unterwegs sind.“

(Anders Nielsson, Polizei Malmö)

Den Frauen wurde von der Polizei geraten, nachts nicht mehr alleine das Haus zu verlassen.

Eine Anwohnerin der Gegend in Malmö, in der eine 17-Jährige nachts auf dem Heimweg auf einem Spielplatz vergewaltigt wurde, rechnete nach, was dies für sie bedeuten könnte und kam in dieser Jahreszeit auf sieben Stunden und eine Minute Tageslicht. Sie fragte im TV-Interview:

Ist dies die Zeit, in der ich heute mein Leben leben muss?“

(Hanna Höie, Anwohnerin)

Und die bekannte schwedische Autorin und Sexualberaterin zum Thema Beziehung und Missbrauch, Katerina Janouch, sagte angesichts des grausamen Vergewaltigungsfalls an der 17-Jährigen:

Ein Pfefferspray und ein Schlüsselbund in der Hand, welcher sich zwischen den Fingern ausbreitet, gehören nicht zu dem sicheren Schweden, für das wir in den letzten hundert Jahren gekämpft haben. (…) Wie viel ist ein Mädchenleben in Schweden im Jahr 2017 wert?“

(Katerina Janouch, 5-fache Mutter und Journalistin)

David Berger setzt sich für Frauenmarsch ein

Auch der Berliner Publizist und Blogger, David Berger, startete einen Aufruf für den Frauenmarsch. Er wird zudem heute 15 Uhr eine Ansprache halten.

https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=2CS1xfxRg5k

Mehr dazu:

Wieder Vergewaltigung in Malmö – Fünfter ungeklärter Fall in wenigen Wochen – Bürgerproteste und Nachtpatrouillien