Schäuble kritisiert: Egoistische Deutsche und politische Entscheidungen ohne „religiöse Begründung und Wahrhaftigkeit“

Epoch Times22. November 2019 Aktualisiert: 22. November 2019 10:44
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat eine zunehmend egoistische Haltung in Deutschland beklagt. Zudem fehle in politischen Entscheidungen "eine tiefe, eben religiöse Begründung und Wahrhaftigkeit".

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat in seiner Kanzelpredigt am Buß- und Bettag im Berliner Dom einen zunehmenden Egoismus in der deutschen Gesellschaft kritisiert.

Selten schaue man auf diejenigen, die weniger haben als man selbst, sagte Schäuble. Die Orientierung nach immer mehr Wohlstand führe zu einer Starre, Saturiertheit und Erwartungshaltung, die stark vom eigenen Ich geprägt sei.

Wir müssen aufpassen, sonst verliert unsere Gesellschaft die Gemeinwohlorientierung und zerfällt weiter“, warnte der Parlamentspräsident.

Der Politiker übte auch Kritik an dem Ton in manchen aktuellen Debatten, dieser mache teilweise „Angst“. Dabei bezog er sich auf die Migrations- und Asylpolitik. „Eine fiebrige Wut grassiert“, sagte Schäuble. Dagegen müsse auch die christlich geprägte Überzeugung „Keine Gewalt“ gesetzt werden.

Politischen Entscheidungen fehlen „religiöse Begründung und Wahrhaftigkeit“

Immer mehr Menschen hätten keinen Bezug mehr zu biblischen Gleichnissen und christlichen Ritualen, wird Schäuble vom pro christlichem Magazin zitiert. Das Wissen um die Wurzeln der eigenen Werte gehe verloren. Das sei „mehr als ein Kulturverlust“.

Dadurch würden sich verschiedene Verhaltensweisen und auch die politischen Entscheidungen ergeben – ihnen fehle „eine tiefe, eben religiöse Begründung und Wahrhaftigkeit,“ so der CDU-Politiker. Die Gesellschaft brauche wieder einen „lebendigen Bezug zum Christentum“, betonte er. Auch „die Bitte um Vergebung“ sei notwendig, um sich versöhnen und Gräben in der Gesellschaft überbrücken zu können.

Schäuble: Deutschland braucht einen Versöhnungstag

Mit Blick auf den hohen jüdischen Feiertag Jom Kippur sagte Schäuble, ein Versöhnungstag würde der deutschen Gesellschaft guttun.

Er bedauert die Abschaffung des Buß- und Bettages als staatlichen Feiertag. Dieser wurde bis zu seiner Streichung im Jahr 1995 deutschlandweit begangen. Sachsen ist das einzige Bundesland, wo der Feiertag auch heute noch staatlich anerkannt ist.

Der Gottesdienst zum Buß- und Bettag greift auch aktuelle Themen der politischen Debatte auf. (dpa/so)

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