Scharfe Kritik: SPD-Vorsitzender Gabriel nennt AfD „rassistisch“

Epoch Times17. Februar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:14
Der SPD-Chef Gabriel findet scharfe Worte für die AfD. Die Partei von Frauke Petry würde "offen rassistische" Gesinnungen zeigen und "eine völkische Gesellschaft" anstreben.

"Das erinnert fatal an das politische Vokabular der 20-er und 30-er Jahre des letzten Jahrhunderts," wettert SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel gegen die Partei-Führung der AfD. Mit dieser Aussage verweist er auf die Weimarer Zeit und die Nazi-Herrschaft, berichtet die "Rheinpfalz". 

Er wirft der Partei vor "offen rassistische" Gesinnungen zu zeigen. Dabei werde klar, dass die AfD "eine völkische Gesellschaft" anstrebt, die auf Ausgrenzung beruhe. 

Der SPD-Vorsitzende äußerte zugleich Verständnis für jeden, der sich über "die Politiker" ärgere. Die meisten dieser Unzufriedenen seien keine Rechtsradikalen. "Sie müssen bei uns offene Ohren finden und auch Antworten auf ihre Fragen", so der Politiker.

CDU, CSU, SPD, AfD verlieren Zustimmung

In der Umfrage der Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Zeitschrift Stern und des Fernsehsenders RTL die wöchentlich statt finden, büßen CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt ein. Aktuell stehen sie auf 35 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert für die Union in diesem Jahr, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Auch die SPD verliert einen Punkt und liegen jetzt auf 23 Prozent. Grüne, Linkspartei und FDP dagegen können sich um jeweils einen Punkt verbessern. Damit stehen die Grünen auf 11 Prozent, die Linke auf 10 Prozent und die FDP auf sechs Prozent. Die AfD rutscht auf neun Prozent ab. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen sechs Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 35 Prozent, so die Zeitung weiter. 

Sachsen-Anhalt Landtagswahl

In knapp einem Monat ist die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Nach einer neuen Umfrage schließt die AfD zur mitregierenden SPD auf. Die Partei käme nach der Umfrage von Infratest dimap für den Mitteldeutschen Rundfunk derzeit auf 17 Prozent, die SPD auf 18, berichtet die "FAZ". Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben alle im Landtag vertretenen Parteien ausgeschlossen.

Demnach würde die CDU bei einer Landtagswahl bereits an diesem Sonntag mit 32 Prozent wieder stärkste Partei. Die Linkspartei käme auf 20 Prozent. Die Grünen liegen bei fünf Prozent, die FDP wäre mit vier Prozent wohl nicht im Landtag vertreten. Damit zeichnet sich eine Fortsetzung der schwarz-roten Koalition ab. Für Rot-Rot-Grün würde es nicht reichen. (so) 

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