„Schneller wahrscheinlich als erwartet: Die bürgerliche Revolution“, sagt Autor Markus Krall

Von 29. März 2020 Aktualisiert: 31. März 2020 17:42
Selbst die sogenannten Crashpropheten, wie Markus Krall, Max Otte, Friedrich&Weik, wurden in den letzten Wochen überrascht vom Tempo des Zusammenbruchs von Wirtschaft und Finanzmärkten. Ursachen und Folgen beschreibt Markus Krall in seinem neuen Bestseller "Die bürgerliche Revolution – Wie wir unsere Freiheit und unsere Werte erhalten"

Die Verzögerungen und Hilflosigkeit der Verantwortlichen im Gesundheitsbereich angesichts der ausgerufenen Pandemie dürften den Finanzfachmann und Bestsellerautor Dr. Markus Krall wohl am wenigsten überrascht haben, denn sein Augenmerk gilt schon länger nicht nur den Finanzmärkten, sondern der gesamten Gesellschaft.

In Büchern wie „Der Draghi-Crash: Warum uns die entfesselte Geldpolitik in die finanzielle Katastrophe führt“, „Verzockte Freiheit: Wie die Hybris unserer Eliten die Zukunft unseres Kontinents verspielt“, „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen: Warum wir unsere Gesellschaft neu organisieren müssen“ und in dem neuesten Buch: „Die Bürgerliche Revolution – Wie wir unsere Freiheit und unsere Werte erhalten“, hat er schon längst die Spur gelegt, die von einer umsichtigen Analyse zu einer weitgefächerten Handlungsaufforderung führt.

Markus Krall erscheint bei Wikipedia als deutscher Volkswirt, Risikomanager, Unternehmensberater, Autor und Vortragsredner zu Themen der Geldpolitik. Seit September 2019 ist Krall Vorstandsmitglied und Sprecher der Geschäftsführung der Degussa Goldhandel GmbH. Ein beruflicher Hintergrund, der klares Denken erwarten lässt. Und das bietet er. Dabei behält er seinen Humor, der auch manchmal etwas schwarz ist. Er zeigt, wie man so schön sagt „klare Kante“ und bewegt sich fern vom erhobenen Zeigefinger.

Krall schreibt so lesefreundlich, wie er druckreif spricht. Aber während man bei seinen vielen YouTube-Videos zwar gut folgen kann, jedoch häufig mit der Frage alleine bleibt, „was tun?“, beantwortet er hier ausführlich nicht nur die Fragen, wo wir hinwollen könnten oder gar  sollten, sondern bietet auch Wege an, wie man sie begehen könnte.

Dazu zitieren wir hier – auch leserfreundlich – Auszüge aus seinem neuesten Buch „Die bürgerliche Revolution“:

Markus Krall, Seite 21: Es stellt sich die Frage nach der bürgerlichen Revolution gegen die neofeudalistischen Sozialisten. Es stellt sich die Frage, ob wir eine Herde von Schafen sein wollen oder ob wir Mittel und Wege finden, uns eben nicht zur Schlachtbank führen zu lassen. Es stellt sich die Frage, ob es uns gelingt, das Bürgertum aus seinem Schlaf zu erwecken.

Es stellt sich die Frage, ob die Leistungselite bereit und in der Lage ist, die freiheitliche Kraft der bürgerlichen Revolution, die schon einmal eine Adelskaste in Pension geschickt hat, zu neuer Blüte zu führen. Es stellt sich die Frage nach Freiheit oder Knechtschaft. Das ist unsere Ausgangslage.

Markus Krall, Seite 10: Die Politik hat in ihrem Umverteilungs- und gleichmacherischen Wahn jedes Maß verloren, und der Marsch in den planwirtschaftlichen Staatsmonopolkapitalismus gewinnt täglich an Geschwindigkeit.

Video: Alles geht schneller als erwartet! (Crashpropheten unter sich – Krall & Friedrich) 337.542 Aufrufe am 29. März 2020

Und Markus Krall bleibt bei aller Fröhlichkeit und Lebensfreude, die er ausstrahlt, ein Realist bei der Betrachtung der schon im Gange befindlichen Verteilung von Macht und Einfluss in deutschen Landen und der EU, ob das die schöngeredeten Koalitionen, die vernetzten Medienmächtigen oder das von den 68ern sozialistisch infiltrierte Bildungswesen betrifft. Da hilft nach seiner Meinung nur eins:

Ziviler Ungehorsam, unblutig und aufrichtig

Markus Krall, Seite 164: Ein weiteres Element, mit dem wir uns befassen müssen, sind die Formen zulässigen zivilen Widerstands und Ungehorsams. Der Grund dafür ist sehr einfach: Es wird noch sehr viel schlimmer werden, bevor es besser werden kann. Die kommende Wirtschafts- und Systemkrise wird von den Machtinhabern, den Gewinnern korrupter Maschinerien und den auf die ganze Macht hoffenden Sozialisten genutzt werden, eine Ergreifung nicht mehr demokratisch kontrollierter Macht anzustreben.

Die Zensurgesetze des Herrn Maas und der EU in Form des Netz-DG und der Upload-Filter sind erst der Anfang. Die gewaltbereite Antifa, ihre Brand- und Mordanschläge sind erst der Anfang. Die entfesselte Kriminalität in den No-go-Zonen der Clangebiete sind erst der Anfang.

Praktisch bei jedem Thema, das Markus Krall anschneidet, fallen einem Akteure ein, die in das Szenarium passen. Als erfahrener Ökonom hat er sich in vielen Unternehmen und auch in beratenden Funktionen ein umfassendes gesellschaftliches und politisches Bild erworben.

Markus Krall, Seite 32: Die tieferen Ursachen für das Elitenversagen in der Politik liegen demnach in der Auswahl unseres politischen Personals. Es unterliegt zwei ökonomischen adversen Selektionen:

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1. Die Fixeinkommen der Abgeordneten in Höhe vom zwei bis dreifachen des Durchschnittseinkommens der Bürger macht es für Bezieher unterdurchschnittlicher Einkommen attraktiver, in die Politik zu gehen, als für Bezieher höherer Einkommen.

2. Das Listensystem der Parteien sorgt dafür, dass die Karriere der Politiker der Kontrolle durch die Parteiführung unterliegt. Nicht der Wähler, sondern die Parteiführungen entscheiden. Das macht unabhängiges Denken und Rückgrat zu einem Karrierehindernis.

Beide Effekte in Kombination lassen stark daran zweifeln, dass unsere politische Klasse der aufziehenden Krise gewachsen ist. Das gilt nicht nur für die Frage ihrer Eingrenzung, sondern auch bezüglich der Bewältigung der Folgen, wenn diese Krise in vollem Umfang ausgebrochen sein wird.

Unsere geneigten Leserinnen und Leser werden schon bemerkt haben, dass ich es für sinnvoller erachte, Dr. Krall selbst zu Wort kommen zu lassen, anstatt zu beschreiben, wie er beschreibt, was er beschreibt. Und um eine Zwischenbilanz zu ziehen: Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen und auf sich wirken zu lassen. Man muss ihm nicht immer zustimmen, das würde ihn selbst am meisten langweilen, aber mitdenken und neu denken oder protestieren, so stellt Krall sich – das kann man vermuten – die Reaktionen auf seine Erkenntnisse vor.

Markus Krall, Seite 160: Die Idee der Freiheit ist der Idee des Sozialismus bei weitem überlegen, und das wird auch sichtbar, wenn sie in das entsprechende kommunikative Gefäß gebracht wird.  [ … ]
Jetzt ist der Zeitfaktor für Entscheidungen und Handlungen essentiell für den Erfolg der Auseinandersetzung um die Frage, ob unser Volk in die Knechtschaft des Sozialismus geht oder in die Blüte erneuerter Freiheit.

Um die Denkführerschaft zu realisieren, werden vier Komponenten benötigt:
1. Die Organisation der Denkfabrik muss klar und transparent sein und den Prinzipien guter Governance folgen.
2. Dies ermöglicht eine zentrale Koordination und Steuerung der Aktivitäten, die zur Erlangung der Meinungsführerschaft in der politischen Debatte erforderlich sind.
3. Es muss Klarheit über das angestrebte gesellschaftliche Zielbild herrschen.
4. Und nicht zuletzt muss diese Denkfabrik die besten Köpfe freiheitlichen Denkens im Land zur Mitwirkung bewegen.

So etabliert sie ihre intellektuelle Überlegenheit. Unser Zielbild ist eine Republik der Freiheit, die den Werten von Marktwirtschaft, Eigentum, Ehe und Familie, Religion, Individualität und christlich-europäischer Kultur folgt.

Unwillkürlich erinnert mich das Buch von Krall mit seiner Priorität für die Freiheit an das schöne alte Lied, das man in früheren Generationen noch in der Schule lernte von Max von Schenkendorf (1783–1817): „Freiheit, die ich meine, die mein Herz erfüllt, komm mit deinem Scheine, süßes Engelsbild.“ Eine Mischung aus klaren Beobachtungen, unsentimental dargestellt mit Herz und Verstand.

Markus Krall, Seite 174:Wichtig ist das Schmieden einer freiheitlichen Koalition. Dafür müssen wir nicht nur den freiheitlich denkenden Menschen in allen Parteien ein Forum bieten, wir müssen sie auch ermutigen und unterstützen, ihre Parteien aus der sozialistischen Unterwanderung und Umklammerung zu lösen und zu befreien.

Das gilt vor allem für die Liberalen und die konservativen Parteien Europas, insbesondere Deutschlands in Gestalt der Union und der FDP. Es gibt aber auch noch starke traditionelle freiheitsliebende Kräfte bei den Sozialdemokraten
und sogar bei den Grünen.

Sein Vorschlag ist die von ihm gegründete „Atlas Initiative“. Gern führt Markus Krall für viele seiner konkreten Vorschläge, die man in seinem Buch findet, die demokratischen Tugenden direkter Demokratie an, die in der Verfassung der Schweiz verankert sind. Natürlich sollte die kommende Krise als Chance genutzt werden und Krall gibt auch Inhaltsangaben ab für eine seiner Meinung nach lebensfähige Reorganisation unseres Staates, hier der Teil mit marktwirtschaftlichen Aspekten:

Ein marktwirtschaftlicher 100-Tage-Plan

Markus Krall, Seite 177: Eine alte Regel in der Politik lautet: Wer Schmerzen zufügen muss, der muss es schnell und gleich zu Beginn einer neuen Regierung tun. Tut sie das schnell und entschlossen, dann werden die Selbstheilungskräfte des Marktes allerdings wahre Wunder vollbringen.

Es muss bestehen aus Deregulierung, Einsparung, Umsteuerung der Ausgaben von Konsum in Investitionen und Reparatur der Infrastruktur, Bildungsreform, Verteidigungsreform, Reform der inneren Sicherheit, Rentenreform, Einwanderungsreform, Rolle rückwärts in der Energiepolitik, Steuersenkungen, drastischer Vereinfachung des Steuersystems, deutliche Verkleinerung der Staatsquote, Abschaffung aller Subventionen, Privatisierung von Nicht-Kernaufgaben des Staates, Verkleinerung der Bürokratie, Rückkehr zur Vertragsfreiheit in allen Branchen, Sektoren und Belangen, mit einem Satz: Deutschland braucht eine Reform an Haupt und Gliedern.

Schlusswort: Fünf Sterne für Reichhaltigkeit, Verständlichkeit und positive Konkretisierungvorschläge.

 

Markus Krall: DIE BÜRGERLICHE REVOLUTION
Wie wir unsere Freiheit und unsere Werte erhalten
300 Seiten, Verlag: Langen-Müller; Auflage: 1 (12. März 2020)
22,00 € 

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Wenn der Staat eine aktive Rolle in der Wirtschaft spielt, hat jede Aktion einen Dominoeffekt auf den Markt. Neue Richtlinien und Gesetze können ganze Branchen verändern und viele Unternehmen und Investoren von den Entscheidungen der Regierung abhängig machen. Der Staat, der traditionell nur Gesetze verabschiedete und durchsetzte, ist dadurch ein führender Akteur in der Wirtschaft geworden.

Der Staat ist wie ein Schiedsrichter, der bei einem Fußballspiel auch noch zum Spieler wird: Er kontrolliert und reguliert das Kapital in einer Wirtschaft, die früher privat war und ersetzt damit die „unsichtbare Hand“ durch die „sichtbare Hand“.

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