Schock bei deutschem Autozulieferer: 100-Millionen-Auftrag weg – Erste Folgen der Trump-Politik?

Epoch Times26. Januar 2017 Aktualisiert: 26. Januar 2017 17:49
Der deutsche Automobilzulieferer SHW hat einen 100-Millionen-Euro-Auftrag verloren. Der Auftrag wurde kurzfristig storniert. Der Kunde - vermutlich Tesla - begründete den Auftragsstopp damit, dass "die technischen Spezifikationen der Achsgetriebepumpe nicht mit den Anforderungen des betreffenden Modells in Einklang stünden". SHW bezweifelt die Begründung.

Ein Schock für den schwäbischen Automobilzulieferer SHW: Das Unternehmen hat überraschend einen Großauftrag verloren. Der erwartete Umsatz betrug dabei über 100 Millionen Euro.

Der Auftraggeber stornierte am Dienstag eine geplante Achsgetriebepumpenserie. Die SHW Automotive GmbH sei auch aufgefordert worden, sämtliche Vorbereitungen für den Anlauf der Serienproduktion zu stoppen, berichtet die „Schwäbische“.

Abnehmer wäre vermutlich Elektroauto-Hersteller Tesla gewesen. Unternehmenschef Elon Musk ist Berater des neuen US-Präsidenten Donald Trump und möchte einheimische Hersteller zum Nachteil ausländischer Firmen stärken. Ob die Entwicklung bei SHW mit dem Amtsantritt Donald Trumps zusammenhängen könnte, wollte das Unternehmen der Zeitung zufolge nicht kommentieren.

Der Elektroauto-Hersteller begründete den Auftragsstopp demnach damit, dass „die technischen Spezifikationen der Achsgetriebepumpe nicht mit den Anforderungen des betreffenden Modells in Einklang stünden“. SHW bezweifelt dies: „Die vom Hersteller angeführten Gründe sind aus unserer nicht zutreffend“.

Der Automobilzulieferer werde nun prüfen, ob eine Stornierung überhaupt zulässig ist. Rechtliche Schritte schließe das Unternehmen laut „Schwäbische“ derzeit nicht aus.

US-Präsident Trump, dessen Wahlkampf-Slogan „Amerika zuerst“ lautete, ist die Produktion von US-Unternehmen im Ausland ein Dorn im Auge. Ford hatte er deshalb seit über einem Jahr für die nun abgeblasene Investition in Mexiko kritisiert. Auch der Fiat-Chrysler-Konzern hat Projekte im Ausland gestrichen und Milliarden-Investitionen in heimischen Fabriken angekündigt. Trump will die Produktion im Inland fördern und Importe höher besteuern. (so)

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