Innenminister Horst Seehofer.Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/dpa

Seehofer warnt vor „hybriden Bedrohungen“ durch China

Epoch Times5. Juli 2020 Aktualisiert: 5. Juli 2020 17:50
Bundesinnenminister Seehofer warnt vor Bedrohungen durch China. Dies betreffe zum Beispiel Spionage - China interessiere sich "für unsere kritischen Infrastrukturen".

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat vor einer Bedrohung durch China gewarnt. „Von China gehen hybride Bedrohungen aus, denen wir uns stellen müssen“, sagte Seehofer der „Welt am Sonntag“. Dabei gehe es beispielsweise um Spionage. „Wir wissen, dass sich die Chinesen für unsere kritischen Infrastrukturen interessieren. Die neue Seidenstraßen-Strategie geht damit einher.“

Seehofer sprach sich dennoch dafür aus, mit China im Dialog zu bleiben. Unter einer „hybriden Taktik“ wird verstanden, dass ein Land zum Erreichen seiner Ziele außer militärischem auch wirtschaftlichen Druck sowie Propaganda und Hackerangriffe nutzt.

In der Corona-Krise sei erneut deutlich geworden, dass China „ein Systemwettbewerber“ sei, „der knallhart seine Interessen vertritt“, sagte Seehofer. Zuerst habe Peking wenige Informationen geteilt. Jetzt setze es alles daran, „dennoch für seinen Umgang mit dem Virus gelobt zu werden“. Dazu schicke die Volksrepublik etwa „Schutzmaterial um die Welt, um als Helfer dazustehen“.

Seehofer zu Hongkong

Mit Blick auf das neue Sicherheitsgesetz für Hongkong sagte Seehofer, dass er die Entwicklungen in der chinesischen Sonderverwaltungszone „sehr aufmerksam“ verfolge.

Zur Frage, ob Deutschland Oppositionellen aus Hongkong Schutze biete, sagte er: „Das Asylrecht ist ein Individualrecht. Es wird niemand anerkannt oder abgelehnt, weil er aus einem bestimmten Land kommt.“ Vielmehr werde geprüft, „ob jemand wegen seiner politischen, religiösen Einstellung um seine Gesundheit oder sein Leben fürchten muss“.

Das international umstrittene neue Sicherheitsgesetz für Hongkong war am Dienstag in Kraft getreten. Nach Auffassung von Kritikern schränkt es die Bürgerrechte in der chinesischen Sonderverwaltungszone massiv ein.

Als Reaktion kündigte der britische Premierminister Boris Johnson eine Lockerung der Einwanderungsgesetze an, damit Bewohner der ehemaligen britischen Kronkolonie im Vereinigten Königreich Schutz finden. In Peking sorgte Johnson damit für große Verärgerung. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion