Seit Jahresbeginn 46.477 förmliche Asylanträge – etwas mehr Anträge als im März 2018

Epoch Times15. April 2019 Aktualisiert: 15. April 2019 14:45
Im März 2019 ist die Zahl der in Deutschland gestellten Asylanträge im Vergleich mit 2018 um 1,1 Prozent gestiegen. Die Gesamtzahl der Asylanträge lag bei 12.762, teilte das Bundesinnenministerium am Montag mit.

Migranten haben im März 12.762 Anträge auf Asyl in Deutschland gestellt. Die meisten Bewerber kamen aus Syrien, Nigeria, dem Irak und Afghanistan, wie das Bundesinnenministerium am Montag mitteilte. Der Monatstrend war weiter rückläufig: Im März wurden 10,9 Prozent weniger Anträge als im Februar gestellt. Von Januar auf Februar war die Zahl bereits um 16 Prozent zurückgegangen.

Im aktuellen Jahr wurden damit bisher 46.477 förmliche Asylanträge gestellt (davon 39.948 Erst- und 6.529 Folgeanträge), 349 weniger (-0,7 Prozent) als im Vorjahreszeitraum. Hauptherkunftsländer waren im dritten Monat des Jahres Syrien, Nigeria und der Irak.

Entschieden wurde im März über die Asylanträge von 19.587 Personen. 5.371 Antragstellern (27,4 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention zuerkannt. 1.730 Personen (8,8 Prozent) erhielten subsidiären Schutz.

Darüber hinaus hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei 802 Asylsuchenden (4,1 Prozent) Abschiebungsverbote festgestellt. Abgelehnt wurden die Anträge von 5.701 Personen (29,1 Prozent).

Anderweitig erledigt (zum Beispiel durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 5.983 Personen (30,6 Prozent). Die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge lag Ende März bei 53.224.

Viele Syrer und mehr Anträge von Nigerianern

Im ersten Quartal 2019 kamen 10.982 Anträge von Syrern; sie waren damit die bei weitem größte Herkunftsgruppe. Auf Platz zwei lagen Iraker mit 4107 Anträgen. Bei beiden Gruppen sanken die Zahlen leicht im Jahresvergleich.

Einen deutlichen Zuwachs gab  es bei den Asylanträgen von Nigerianern: Sie lagen im ersten Vierteljahr 2019 mit 4036 Anträgen auf Platz drei. Im Vorjahreszeitraum waren lediglich 2942 Anträge von Nigerianern registriert worden. (afp)

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