Sex-Attacken beim Berliner Karneval der Kulturen: Sieben Nordafrikaner festgenommen

Epoch Times18. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 17:26
Beim Karneval der Kulturen in Berlin kam es zu sexuellen Übergriffen von Antänzern. Ein Polizeisprecher: "Die Frauen wurden von Tätern an den Geschlechtsteilen angegriffen oder von der Gruppe umringt und dabei angegriffen."

Wie die Berliner Polizei meldete, kam es am Samstag beim Karneval der Kulturen (Freitag bis Montag) in Berlin-Kreuzberg zu mehreren Fällen sexueller Belästigung. Die belästigten Frauen sind zwischen 16 und 48 Jahren alt. Sie beschrieben die Täter als junge Männer mit südländischem Aussehen.

Polizeisprecher Thomas Neuendorf berichtete, dass sieben der verhafteten Männer Nordafrikaner waren: drei Tunesier, zwei Marokkaner, ein Libyer und ein Algerier. "Wir haben sieben Männer festnehmen können, die keinen festen Wohnsitz haben und alle aus nordafrikanischen Staaten kommen", zitiert die "Berliner Morgenpost" Neuendorf.

Bei den Straftaten wurde den Frauen in den Schritt gefasst, an die Brüste gegriffen und der Po begrapscht. Polizeisprecher Neuendorf dazu: "Die Frauen wurden von Tätern an den Geschlechtsteilen angegriffen oder von der Gruppe umringt und dabei angegriffen."

Laut letzten Meldungen der "Berliner Morgenpost" haben sich bisher mindestens acht Frauen wegen Übergriffen gemeldet, weitere Opfer werden nicht ausgeschlossen. Neudorf bestätigte die Tatmuster sogenannter Antänzer mit sexueller Motivation.

Die Polizei war mit 800 uniformierten Beamten und zahlreichen zivilen Kräften vor Ort. 

Der Polizeisprecher wies darauf hin, dass zwischen dem reinen Antanztrick von Taschendieben und der sexuellen Belästigung unterschieden werden müsse. Während des Festes wurden auch vier Antänzer mit Diebstahlsabsichten festgenommen. Insgesamt wurden an den vier Festtagen in Kreuzberg bisher 29 Diebstähle zur Anzeige gebracht und Ermittlungen gegen 22 Tatverdächtige aufgenommen.

https://youtube.com/watch?v=JAaq7-GQdcE

Tatmuster wie in Köln

In einem der gemeldeten Fälle tanzte eine 17-Jährige mit ihrer 18-jährigen Freundin gegen 18.45 Uhr vor der Bühne, als sie von einer größeren Männergruppe umzingelt und angetanzt wurden. Dabei seien die Mädchen von den etwa zehn jungen Männern bedrängt und begrapscht worden. Als die jungen Frauen zu fliehen versuchten, wurde sie wieder in den Kreis der Gruppe zurückgezogen, wobei der 17-Jährigen noch das Handy aus der Jackentasche gestohlen wurde.

Ein 27-jähriger Festbesucher beobachtete den Vorfall und machte Filmaufnahmen von der Gruppe, so die "Berliner Morgenpost". Als einer der Bedränger den Augenzeugen bemerkte, forderte er ihn aggressiv auf, weiterzugehen. Die herbeieilende Polizei nahm kurz darauf drei Personen der Gruppe fest. Das gestohlene Handy konnte bei ihnen sichergestellt und dem Mädchen zurückgegeben werden.

Bei den Verdächtigen handelte es sich um einen 14-jährigen staatenlosen Flüchtling und zwei türkische Staatsbürger im Alter von 17 Jahren, die der Polizei wohlbekannt waren. Auch der 14-Jährige wurde schon mehrfach auffällig, berichtet "Sputniknews". Die "Morgenpost" konkretisiert, dass diese drei Täter der Polizei zwar bekannt seien, aber bisher nicht in dieser Tatrichtung, sondern wegen Einbrüchen, Diebstahl und Körperverletzung.

Zivilcourage rettet 16-Jährige

Am Freitag bereits rettete ein couragierter Augenzeuge eine 16-Jährige am Blücherplatz vor einer sie umringenden Gruppe Männer. Der Mann sei "sehr energisch dazwischen gegangen, habe damit gedroht, die Polizei zu rufen und hat so erreicht, dass sich die Gruppe auflöste", bestätigte Polizeisprecher Neudorf.

Die Mutter des Mädchens erstattete am Samstag Anzeige.

Am selben Tag wurde auf dem Fest ein 40-jähriger Türke verhaftet, der eine Frau durch Griffe an den Po sexuell belästigt haben soll.

Derzeit wird geprüft, ob es weitere Übergriffe auf Frauen gegeben hat. "Wir können nicht ausschließen, dass sich immer noch Frauen melden und Anzeige erstatten", so Polizeisprecher Neudorf. Die Polizei Berlin bittet alle Frauen, die Opfer von Übergriffen geworden sind, sich zu melden oder über die Internetwache eine Anzeige zu erstatten. "Wir wollen wissen, was passiert ist, und welche Dimensionen die Sache hat."

Siehe auch:

Berlin: Spezielle "Ermittlungsgruppe Antänzer" seit April – Innensenator Henkel setzt auf juristische Konsequenzen

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