Sexueller Missbrauch: Bundesbeauftragter fordert mehr Therapeuten für Opfer

"Wir benötigen in Deutschland dringend zusätzliche Kassensitze für spezialisierte Therapeutinnen und Therapeuten und spezifische Angebote für komplex traumatisierte Betroffene", so der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat erneut deutliche Defizite bei der Versorgung der Opfer sexuellen Missbrauchs im Kindes- und Jugendalter beklagt.

„Wir benötigen in Deutschland dringend zusätzliche Kassensitze für spezialisierte Therapeutinnen und Therapeuten und spezifische Angebote für komplex traumatisierte Betroffene“, erklärte Rörig am Donnerstag in Berlin.

Dies gelte sowohl für Minderjährige als auch für Erwachsene, die früher missbraucht wurden.

Die Kosten für alternative Therapieformen wie Kreativtherapien würden von der Krankenversicherung bis heute nicht übernommen, ergänzte Rörig anlässlich des Weltgesundheitstags am Samstag.

Darüber hinaus müsse die „wertvolle Arbeit“ der auf sexuelle Gewalt spezialisierten Fachberatungsstellen bundesweit von den Bundesländern und den Kommunen „finanziell gestärkt werden“. (afp)

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