Sicherheitsalarm: Bundespolizei warnt alle vierzehn deutsche Flughäfen vor kampfbereiten Islamisten

Epoch Times20. Dezember 2018 Aktualisiert: 21. Dezember 2018 8:48
Nach einem Sicherheitsalarm am Stuttgarter Flughafen gab die Bundespolizei Warnungen an alle vierzehn großen deutschen Verkehrsflughäfen heraus.

Die Bundespolizei hat nach dem Sicherheitsalarm am Flughafen Stuttgart laut eines Zeitungsberichts jetzt eine Warnung an alle vierzehn großen deutschen Verkehrsflughäfen herausgegeben. Alle vierzehn großen deutschen Verkehrsflughäfen – unter anderem Berlin, München, Frankfurt am Main und Hamburg – für deren Sicherheit die Bundespolizei verantwortlich ist, seien entsprechend „sensibilisiert“ worden, berichtet die „Bild-Zeitung“ unter Berufung auf Sicherheitskreise.

„Die Einsatzkräfte an allen Verkehrsflughäfen im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei sind entsprechend sensibilisiert“, bestätigte ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums Potsdam der Zeitung auf Nachfrage.

Dabei sollten auch Aufnahmen der betreffenden Personen aus der Videoüberwachung weitergeleitet worden sein, berichtet die Zeitung weiter. Eine offizielle Bestätigung sei dafür jedoch nicht zu bekommen. Als Reaktion hätten etliche der betroffenen Flughäfen inzwischen ihre „sichtbaren“ (Polizeistreifen) und „unsichtbaren“ (Zivilstreifen) Sicherheitsmaßnahmen verschärft, berichtet die „Bild-Zeitung“ unter Berufung auf eigene Informationen.

Polizei sucht vier Personen

Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang vier Personen, wie der „Focus“ schreibt. Die „Tagesschau“ berichtete von einer Warnung des marokkanischen Geheimdienstes. Danach seien im deutsch-französischen Grenzgebiet Personen unterwegs, die einen Selbstmordanschlag auf einen Flughafen begehen wollen. Die Behörden Marokkos nennen kampfbereite Islamisten „Islamonauten“ – auch Anis Amri, der Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz wurde damals als „Islamonaut“ bezeichnet.

Der „Focus“ schreibt weiter, dass zwei Menschen am Abend des 13. Dezembers im Terminalbereich des Flughafens in Paris Fotos gemacht haben – ein Vater und sein Sohn aus Nordrhein-Westfalen. Nach dem Straßburger Anschlag, als die Polizei am Flughafen Charles-de-Gaulle kontrollierte, erregten sie deren Aufmerksamkeit. Nach der Auswertung der Überwachungsvideos nahmen französische Terrorermittler Kontakt zu ihren deutschen Kollegen auf, weil sie eine Spur zu dem Islamisten fanden.

„Es gebe Belege für einen direkten Zusammenhang zu den Ausspähversuchen in Stuttgart. So seien die beiden Verdächtigen wenige Tage später entdeckt worden, wie sie am Stuttgarter Flughafen Fotos machten“, schreibt „Focus“.

Streifen und Spezialeinheiten unterwegs

Wie am Landesflughafen Stuttgart gingen dort inzwischen ebenfalls verstärkt schwer bewaffnete Bundespolizisten mit Schutzwesten, Maschinenpistolen, Dienstpistolen und Einsatzhelmen auf Streife. Zusätzlich seien die Zahlen der Streifenpolizisten und Zivilstreifen ebenfalls erhöht worden.

Dabei komme auch die Anti-Terror-Bereitschaftspolizei des Bundes, die Spezialeinheit BFE+ zum Einsatz, berichtet die Zeitung weiter. Sie soll bei möglichen terroristischen Gefahrenlagen zum Einsatz kommen und den gesuchten Terroristen stellen, berichtet die „Bild-Zeitung“ unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Unbekannte Personen hatten am Dienstag die „Abläufe am Flughafen Stuttgart ausgespäht“ und wurden dabei von der Videoüberwachung aufgezeichnet. Danach verschärfte die Bundespolizei bereits am Mittwochnachmittag ihre Sicherheitsmaßnahmen am Landesflughafen Stuttgart.

Die Sicherheitsbehörden sollen auf den Ausspähversuch durch die Auswertung der Videoüberwachung am Flughafen Stuttgart aufmerksam geworden sein, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise. Dabei seien offenbar mehrere Personen aufgefallen, die die Flughafengebäude und das Umfeld „systematisch ausgespäht“ und sich dabei „konspirativ verhalten“ haben, berichtet die Zeitung weiter. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion