Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht während einer Pressekonferenz in Berlin am 28. Juli 2016.Foto: Tobias Schwarz / AFP / Getty Images

„Sind einwandernde Terroristen notwendiger Preis unserer Menschlichkeit“: Das antwortet Merkel auf Pressekonferenz

Epoch Times29. Juli 2016 Aktualisiert: 29. Juli 2016 18:57
Sind die Terroristen, die mit den Flüchtlingen kamen, der notwendige Preis für die Menschlichkeit Deutschlands? Diese Frage stellte ein Journalist der Bundeskanzlerin auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Ein Journalist, vorgestellt als Herr Delfs, forderte gestern Kanzlerin Merkel auf der Pressekonferenz mit ein besonderen Frage heraus.

Hier der original Wortlaut von Frage und Antwort:

„Frau Bundeskanzlerin, ich wollte auch noch einmal zurückkommen zu Ihrem Satz “Wir schaffen das”. Wo sie ja sagten, auch 11 Monate später haben Sie gesehen, sie glauben noch daran. Aber es gibt eben auch Hindernisse. War ihnen eigentlich zu dem Zeitpunkt, als sie das gesagt haben, schon klar, dass möglicherweise auch eine Reihe von Terroristen nach Deutschland einwandern. Ist das sozusagen der notwendige Preis, den wir zahlen für diese Menschlichkeit, die Deutschland gezeigt hat. Oder ist das eine Erkenntnis, die ihnen erst später gekommen ist. Also ich weiß, in Zingst haben sie das glaube ich jetzt bei der Wahlkampfveranstaltung ja zum ersten Mal explizit gesagt, dass da möglicherweise Terroristen mit dabei waren.“

„Wir wissen ja, seit den Anschlägen – spätestens von Paris – aber aus bestimmten Registrierungen schon vorher, dass auch der IS die Flüchtlingsbewegungen benutzt haben kann, oder offensichtlich genutzt hat, um auch terroristische Kräfte dort mit einzuschleusen. Wir wissen, dass es daneben seit langem Reisebewegungen gibt. Da ist ja auch vieles schon geschehen um zu versuchen, diese Reisebewegungen zu minimieren. Sie haben ja jetzt von dem Attentäter dort in der Normandie auch gehört, welche Vorgeschichte er hat. Dass heißt, dass wir mit der Gefahr des Terrorismus umzugehen haben, dass wir alle Wege überprüfen müssen. Das ist seit langer Zeit klar. Ich will jetzt nicht sagen, dass damals, vor 11 Monaten, das im Zentrum gestanden hat. Aber, dass dieser internationale Terrorismus – und zwar der islamistische Terrorismus – eine Gefahr ist, die nicht nur in Syrien besteht, sondern, die auch bei uns besteht, und dass man dadurch zwischen innerer und äußerer Sicherheit auch längst nicht mehr unterscheiden kann, wie wir das vielleicht früher konnten, oder gedacht haben zu können. Das ist mir seit langem klar und wir müssen leider eben – das wird uns auch immer wieder im arabischen Raum gesagt – akzeptieren, dass viele viele islamistische Kämpfer aus Europa nach Syrien gekommen sind.“

Frage und Antwort im Video ab Minute 37 und 11 Sekunden:



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