Skandalöse Bild-Schlagzeile: „BILD stellt die Hetzer an den Pranger“

Epoch Times20. Oktober 2015 Aktualisiert: 20. Oktober 2015 13:25
Wikipedia: "Im übertragenen Sinn bedeutet 'An den Pranger stellen', jemanden quasi-institutionell öffentlich bloßzustellen. Die Nationalsozialisten nutzten den Begriff zum Beispiel in ihrer hetzerischen Radioprogrammzeitschrift Der Deutsche Sender. Die Rubrik, in der sich die Redaktion kritisch mit vergangenen Hörfunksendungen auseinandersetzte, hieß 'Funk-Pranger'".

Der Pegida-Jahrestag wurde am Montag in Dresden gefeiert. Schätzungen zufolge nahmen 30.000 bis 40.000 Pegida-Anhänger an der Veranstaltung teil. Seitens der Polizei gibt bereits seit Monaten keine Teilnehmerzahlen mehr. 

Es gab auch Gegendemos und zahlreiche Ausschreitungen. Linksextremisten attackierten Polizisten und Protestteilnehmer. Mindestens ein Pegida-Anhänger wurde schwer verletzt. Die Linksextremen versuchten mehrmals Polizeisperren zu durchbrechen. Dies berichten verschiedene Medien übereinstimmend. 

Zur Gegendemo wurde von der Linkspartei und den Grünen aufgefordert. Dabei beteiligten sich nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa rund 11.000 Personen. 

"Bild" will "Hetzer an den Pranger" stellen

Die Bild-Zeitung zeigt jedoch wenig Verständnis gegenüber den Demonstranten. Mit der heutigen Schlagzeile schaffte es die Die Bild-Redaktion wahrscheinlich die schlimmsten Vorstellungen vieler Leser – wie die Berichterstattung einer Zeitung aussehen kann – zu übertreffen. 

Fett gedruckt steht in dem Blatt: "BILD stellt die Hetzer an den Pranger"

Weiter heißt es: "Deutschland ist entsetzt: Ganz offen und mit vollem Namen wird in sozialen Netzwerken zu Gewalt aufgerufen und gehetzt – gegen Ausländer, Politiker, Journalisten, Künstler… Hemmungslos und ungestört, vor allem auf Facebook und Twitter. So viel offener Hass war nie in unserem Land! Und wer Hass sät, wird Gewalt ernten. Längst ist die Grenze überschritten von freier Meinungsäußerung oder Satire zum Aufruf zu schwersten Straftaten bis zum Mord. BILD reicht es jetzt: Wir stellen die Hetzer an den Pranger! Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie!"

Der Bild-Redaktion reicht es jetzt also und sie verlangt offiziell die "Hetzer" an den Pranger zu stellen. Eine solche Forderung gegenüber deutschen Bürgern, die sich kritisch gegen eine verantwortungslose Flüchtlingspolitik der Bundesregierung aussprechen, ist mehr als dreist.  

Was heißt es eigentlich jemanden an den Pranger zu stellen? Mit einem Blick in die Enzyklopädie Wikipedia wird schnell klar, dass eine solche Praktik oder ein Aufrufen dazu, alles andere als demokratisch ist.

Ein Redakteur der Webseite journalistenwatch.com, hat zum Thema "Pranger" einige Stellen aus Wikipedia herausgesucht. 

Darin heißt es

"Der Pranger, Schandpfahl oder Kaak war ein Strafwerkzeug in Form einer Säule, eines Holzpfostens oder einer Plattform, an denen ein Bestrafter gefesselt und öffentlich vorgeführt wurde. Zunächst Folter-Werkzeug und Stätte der Prügelstrafe (Stäupen), erlangten Pranger ab dem 13. Jahrhundert weite Verbreitung zur Vollstreckung von Ehrenstrafen. Der Pranger diente den Städten auch als äußeres Zeichen der Gerichtsbarkeit."

Es ist auch interessant zu lesen wer in der Geschichte, außer der Bild-Zeitung, die Formulierung "jemanden an den Pranger stellen" noch verwendete:  

"Im übertragenen Sinn bedeutet ‚An den Pranger stellen‘, jemanden quasi-institutionell öffentlich bloßzustellen. Die Nationalsozialisten nutzten den Begriff zum Beispiel in ihrer hetzerischen Radioprogrammzeitschrift Der Deutsche Sender. Die Rubrik, in der sich die Redaktion kritisch mit vergangenen Hörfunksendungen auseinandersetzte, hieß ‚Funk-Pranger’".

Wenn man sich den Artikel der "Bild" noch genauer ansieht, in dem auch von Denunzianten im deutschen Volk die Rede ist, kann man sich die berechtigte Frage stellen: Welche Agenda verfolgt eigentlich die Bild-Zeitung? 

Zum Thema Denunziation steht auf Wikipedia

"Im ethischen Sinn wird allgemein von Denunziation gesprochen, wenn in einem nicht freiheitlichen System Menschen auf aggressive Weise bei staatlichen Vollzugsbehörden angeschuldigt werden, obwohl dem Anzeigenden klar sein muss, dass er sie damit der Gefahr der politisch motivierten Verfolgung aussetzt (siehe auch Heimtückegesetz).

225 des Strafgesetzbuchs der Deutschen Demokratischen Republik stellte die Nichtanzeige von bestimmten, als schwer eingestuften Straftaten, beispielsweise auch Republikflucht oder ‚Weitergabe von nicht geheim zu haltenden Nachrichten zum Nachteil der DDR‘ (§ 99 StGB-DDR), unter Strafe. Die Anzeigebehörde war dabei das Ministerium für Staatssicherheit (MfS).

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Die meisten inoffiziellen Mitarbeiter des MfS, aber auch andere Informanten, wie die Auskunftspersonen (AKP), gingen nicht von sich aus auf die Geheimpolizei zu, sondern wurden vom MfS angesprochen. Dies unterscheidet sie vom ‚klassischen‘ Denunzianten. In Summe waren derartige Informationen aber derart indiskret, dass sie im Rahmen des Denunziationskomplexes untersucht werden müssen. Manche dieser Informationen waren derart, dass dem Informanten bewusst sein musste, dass er demjenigen, über den er redete, Schaden zufügen konnte. Wenn derartige Informationen freiwillig gegeben werden, wird der Raum der Denunziation im Engeren betreten."

Auf welcher Seite die Denunzianten folglich zu suchen sind, wird aus diesem Abschnitt auch sehr schnell klar. (so) 

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