Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Nürnberg, 10. September 2021.Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Söder sieht Chance für eine große Koalition

Epoch Times11. September 2021 Aktualisiert: 11. September 2021 17:15

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Neuauflage einer Regierungs-Zusammenarbeit mit der SPD nach der Bundestagswahl nicht ausgeschlossen.

„Es kann ja auch noch einmal eine große Koalition wiederkommen mit der SPD, wenn sie schwächer wird“, sagte er dem Fernsehsender Phoenix. „Das Entscheidende ist, dass wir stärker sind als die SPD, denn davon leitet sich auch der Führungsanspruch in der Bundesregierung ab.“

Der CSU-Vorsitzende machte deutlich, dass die Union in den letzten zwei Wochen vor der Wahl entschlossen und geschlossen kämpfen werde. „Ich gehe davon aus, dass wir noch eine Chance haben, die SPD abzufangen“, so der CSU-Vorsitzende.

Der Parteitag in Nürnberg habe gezeigt, wie geschlossen CSU und CDU agierten und verwies auf die große Zustimmung der Delegierten nach dem Auftritt von Unions-Kanzlerkandidat Laschet. „Heute kann sich keiner beschweren, da kann jedem nur das Herz aufgehen. Ich habe bei der SPD nicht erlebt, dass Olaf Scholz so gefeiert wird, wie Armin Laschet bei uns“, so Söder.

Söder: FDP soll Ampelkoalition mit SPD ausschließen

In der ARD forderte Söder die FDP auf, eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen auszuschließen. „Ja, absolut“, antwortete Söder auf die Frage, ob er sich der Forderung des CDU-Politikers Friedrich Merz an die FDP aus der vergangenen Woche anschließe, eine Ampel auszuschließen.

Er verstehe den Wunsch von FDP-Chef Christian Lindner, „Minister zu werden“, sagte Söder in der ARD-Sendung „Bericht vom Parteitag der CSU“. „Aber am Ende geht es nicht um den persönlichen Karriereplan, sondern ums Land“, fügte er hinzu.

Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner sagte zu Söders Äußerungen hinsichtlich einer  möglichen neuen großen Koalition: „Markus Söder lässt die Katze aus dem Sack und plädiert für eine neue Stillstands-GroKo.“ Kellner warb seinerseits für eine Regierungsbeteiligung seiner Partei: „Einen Aufbruch und das Ende des Weiter-So gibt es nur mit Grün.“ (dts/dl)



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