Soll der Tag der Deutschen Einheit abgeschafft werden?

Von 1. Oktober 2018 Aktualisiert: 1. Oktober 2018 21:37
Die damaligen Politiker 1989 waren nicht unbedingt für die Wiedervereinigung. Hier eine kleine Auswahl, der „hier schon länger lebenden“ Politiker, die gegen die Wiedervereinigung waren ...

Am 03.10.2018 ist es wieder soweit, die Bürger und Politiker gedenken dem Tag der Deutschen Einheit. Doch … wenn es nach dem Willen eines Großteils der Politdarsteller ginge, wäre Deutschland immer noch ein geteiltes Land.

Mittlerweile ist dieser Fakt jedoch in Vergessenheit geraten. Hier eine kleine Auswahl, der „hier schon länger lebenden“ Politiker, die gegen die Wiedervereinigung waren:

Am 27.9.1989 sagte der damalige Oppositionsführer der SPD von Niedersachsen, Gerhard Schröder der „Hannoverschen Zeitung“:

Eine auf Wiedervereinigung gerichtete Politik ist reaktionär und hochgradig gefährlich.“

Oskar Lafontaine verlautbarte als stellvertretender SPD-Vorsitzender am 18.12.1989 beim Parteitag in Berlin:

Wiedervereinigung? Welch´ historischer Schwachsinn!“

Der spätere Bundespräsident Johannes Rau forderte am 18.11.1989 als Ministerpräsident von Nordrhein/Westfalen in der „Süddeutschen Zeitung“: „Wiedervereinigung ist die Rückkehr zum Alten. Jetzt wird ein Zukunftsmodell gebraucht.“

Willy Brandt erklärte als SPD-Vorsitzender am 15.9.1989 in der „Frankfurter Rundschau“: „Die Hoffnung auf Wiedervereinigung wird gerade zur Lebenslüge der Zweiten Republik.“

Joschka Fischer sagte als grüner Fraktionschef in Hessen am 27.7.1989 in einem „Bunte“ Interview: „

Ein wiedervereintes Deutschland wäre für unsere Nachbarn nicht akzeptabel. Das Wiedervereinigungsgebot im Grundgesetz wäre in seiner Konsequenz ein Unglück für das deutsche Volk. Ich kann mir nicht vorstellen, welchen Vorteil die Deutschen von einer Wiedervereinigung hätten!“

Der ehemalige PDS – Vorsitzende Gregor Gysi wollte die Vereinigung Deutschlands mit allen Mitteln verhindern. Gysi trat erstmals am 10.12.1989 auf den Plan. Die Beseitigung der innerdeutschen Grenze sei „eine große Gefahr für die Stabilität auf dem europäischen Kontinent“, unkte Gysi vor dem Vize-ZK- Sekretär Raffael Fjordorow. Gysi malte ein Schreckgespenst eines Krieges an die Wand:

„Man muss befürchten, dass das deutsche Monopolkapital nicht an der Oder/Neiße-Grenze halt machen wird.“

Mittlerweile waren und sind die ehemaligen Gegner der deutschen Einheit als Mitglieder des Bundestages oder in der Position des Bundespräsidenten, Bundesminister, bzw. Bundeskanzler zu finden.

Nur wenige Menschen erinnern sich daran, dass sich damals viele Politiker lautstark und öffentlich gegen eine Deutsche Einheit aussprachen. Nachdem es aber kein Zurück mehr gab, sprangen die Trittbrettfahrer und Wendehälse schnell noch auf den Zug auf. Es sind zum Teil dieselben Opportunisten, die jetzt am Wiedervereinigungsbuffet stehen, sich feiern lassen und kräftig zu langen.

Der Artikel erschienen zuerst bei heikoschrang.de.

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