Was ist geöffnet, was ist erlaubt? – Geschäfte und Öffnungszeiten in den Bundesländern

Die Bundesländer handhaben die Ge- und Verbote zur Zeit der Corona-Krise etwas unterschiedlich. Was ist noch geöffnet? Was ist erlaubt? Es gelten grundsätzlich die Regeln zum Abstand-halten bei Kontakten mit anderen Menschen (empfohlen wird 1,5 bis 2 Meter) sowie die Vorgaben der Bundesregierung. Ansammlungen von mehr zwei Personen im öffentlichen Raum sind unerwünscht, ausgenommen sind Familien sowie im Haushalt zusammen lebende Personen. Im Zweifelsfall rufen Sie bitte zuvor bei Ihrem Zielort an.

Hier die Ausnahmen (Änderungen vorbehalten). Vor allem der Umgang mit Bau- und Gartenmärkten ist bundesweit unterschiedlich.

Aldi Nord: Es gelten weiterhin die normalen Öffnungszeiten. Auch Aldi Süd plant derzeit keine verlängerten Öffnungszeiten oder einen Sonntagsverkauf. Bei der Drogeriekette dm bleibt bislang auch alles wie gehabt. Christoph Werner, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung, erklärte t-online: „Die Entscheidung, ob ein Markt auch sonntags geöffnet haben wird, treffen die dm-Teams vor Ort selbst.“ Auch die Rossmann-Kette öffnet normal.

Penny, Rewe, Netto sehen keine Notwendigkeit, die Öffnungszeiten zu verändern. Die Kaufland-Kette öffnet die Filialen bundesweit wie bisher von 7 bis 22 Uhr. Edeka und Lidl planen aktuell keine Ausweitung der Öffnungszeiten – auch auf Grund der Belastung für ihre Mitarbeiter.

Überblick über die Bundesländer: Welche Geschäfte haben grundsätzlich geöffnet? Was ist erlaubt?

Baden-Württemberg

Geöffnet:

Erlaubt sind berufliche Wege und Wege zum Einkaufen des alltäglichen Bedarfs – allein und mit mindestens 1,5 Meter und besser noch 2 Meter Abstand voneinander.

Quelle: Corona-Rechtsverordnung Baden-Württemberg, Besonderheit: Karlsruhe

Bayern

Geöffnet sind werktags bis 22:00 Uhr und sonntags bis 18:00 Uhr: Supermärkte, Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Tierbedarfshandel, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken und Geldautomaten, Post, Tankstellen. Normal geöffnet haben Kfz-Werkstätten, Reinigungen sowie die Stätten zur Abgabe von Briefwahlunterlagen.

Online oder telefonisch bestellte Ware darf nicht in Baumärkten, Möbelhäusern oder anderen Geschäften, die nicht den täglichen Versorgungsbedarf abdecken, abgeholt werden – weder mit dem Auto noch zu Fuß. Man kann sich die Ware aber nach Hause liefern oder versenden lassen. Selbstabholung in Restaurants ist erlaubt, weil es sich bei Lebensmitteln um den unbedingt notwendigen täglichen Versorgungsbedarf handelt.

Erlaubt:

Es gilt die Bayerische Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 24. März 2020. Es gilt der Grundsatz: Zur Arbeit, zum Arzt, zum Lebensmitteleinkauf oder zur Hilfe für andere.

Bußgeldkatalog zu Corona: https://www.bayern.de/wp-content/uploads/2020/03/bussgeldkatalog.pdf.

Quelle: www.bayern.de/service

Berlin

Geöffnet sind:

Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke, dazu gehören auch Spätis (Spätverkaufsstellen), Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Einrichtungen mit Sanitätsbedarf sowie zum Erwerb von Hör- und Sehhilfen, Drogerien, Tankstellen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf und Buchhandel, Einzelhandel für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf, Fahrradgeschäfte, Handwerk und Handwerkerbedarf und Großhandel.

Die Wohnung zu verlassen ist erlaubt:

Besonderheit für Berlin: Es muss in allen Fällen ein Personalausweis oder anderer amtlicher Lichtbildausweis (dann aber zusätzlich mit Dokument der Wohnanschrift) mitgeführt werden.

Quelle: www.tagesspiegel.de/berlin/

Brandenburg

Geöffnet sind:

Die Geschäfte können auch sonntags und an Feiertagen zwischen 12 und 18 Uhr öffnen.

Öffentliche Orte dürfen betreten werden:

Quelle: rbb

Bremen

Geöffnet sind Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Kioske, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

Erlaubt: Wege zur Arbeit, Einkaufen, die Unterstützung hilfebedürftiger Personen, Solo-Sportarten sowie Bewegung an der frischen Luft. Dienstleister und Handwerker: Die Leistung beim Kunden darf erbracht werden, wenn 1,5 m Abstand eingehalten werden kann.

Quelle: Amtliche Bekanntmachungen Bremen

Hamburg

Geöffnet sind: Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenbaubedarfsmärkte, Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel.

Zusätzlich dürfen diese Betriebe an Sonn- und Feiertagen von 10 Uhr bis 18 Uhr öffnen. Gaststätten und Lokale dürfen nur noch „To Go“ verkaufen, Lieferdienste bleiben erlaubt.

Erlaubt: Wege zur Arbeit, Einkaufen und das alltägliche Leben bleiben unter der Einschränkung erlaubt, dass keine Menschenansammlungen von mehr als sechs Personen stattfinden (Ausnahme: Familie).

Quelle: Hamburg.de

Hessen

Geöffnet sind:

Für diese Bereiche ist das Sonntagsverkaufsverbote bis auf weiteres ausgesetzt.

Bewegung im öffentlichen Raum ist erlaubt (alleine, zusammen mit Angehörigen oder zusammen mit einer Person, die nicht im eigenen Haushalt lebt):

Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Mecklenburg-Vorpommern

Geöffnet sind mit Stand 30. März 2020 die Supermärkte, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Zeitungsverkäufe Friseursalons, Reinigungen, Waschsalons, Baumärkte, Tierbedarfsmärkte, Großhandel. Die Restaurants dürfen rund um die Uhr liefern.

Erlaubt: Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche. Der Tourismus ist ausgesetzt.

Quelle: NDR

Niedersachsen

Geöffnet:

Sonntagsverkaufsverbote für diese Läden sind bis auf weiteres grundsätzlich ausgesetzt. Restaurants, Speisegaststätten, Systemgastronomie, Imbisse und dergleichen sind geschlossen, die Lieferung und das Abholen mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause bleibt erlaubt.

Erlaubt:

Quelle: Niedersachsen.de

Nordrhein-Westfalen

Geöffnet:

  • Einzelhandel für Lebensmittel, auch Bäckereien, Metzgereien, Wochenmärkte, Getränkemärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken/Sparkassen
  • Poststellen, Zeitungsverkauf
  • Reinigungen, Waschsalons
  • Bau- und Gartenbau, Tierbedarfsmärkte
  • Großhandel
  • Dienstleistungsbetriebe
  • Handwerksbetriebe

Die Sonntagskaufverbote können bis auf weiteres grundsätzlich ausgesetzt werden, von 13 bis 18 Uhr sind Öffnungen gestattet. Das gilt auch für Feiertage – allerdings nicht Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag. Große Lebensmittelketten haben angekündigt, von der Möglichkeit der Sonderöffnung zunächst keinen Gebrauch zu machen.

Erlaubt: Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.

Quelle: wa.de,  generalanzeiger.de

Rheinland-Pfalz

Geöffnet:

Das Sonntagsverkaufsverbot ist in folgenden Bereichen aufgehoben, zwischen 12 bis 18 Uhr sind Öffnungen gestattet (Das gilt bis einschließlich 19.4., auch an Sonn- und Feiertagen): Einzelhandel für Lebensmittel, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenbau, Tierbedarfsmärkte.

Weiterhin haben offen: Abhol- und Lieferdienste, Poststellen, Tankstellen, Banken/Sparkassen, Reinigungen, Waschsalons und der Großhandel. Dienstleister und Handwerker sind befugt, ihre Tätigkeit weiterhin auszuüben, sofern die Einhaltung der erforderlichen Schutzmaßnahmen gewährleistet ist.

Erlaubt:

Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, zusammen mit einem Angehörigen oder zusammen mit einer Person, die nicht im eigenen Haushalt lebt zulässig.

Quelle: Amtliche Bekanntmachungen von RP

Saarland

Geöffnet: Lebensmittelmärkte, Banken, Baumärkte, Gartenmärkte, Hörgeräteakustiker, Kirchen (sowie Synagogen und Moscheen), Optiker, Tierbedarf, Waschsalons und Werkstätten.

Erlaubt (allein oder mit einer bzw. den Personen, die im selben Haushalt wohnen)

Angehörige besuchen zwecks Hilfe, Arztbesuche, Bankgeschäfte, Beerdigungen (enger Familienkreis), Begleitung von Minderjährigen, Begleitung von Sterbenden, Behandlungen, Besuche von Lebenspartnern, Besuche/Betreuung von Kindern, die beim Lebenspartner wohnen, Beruflichen Tätigkeiten nachgehen, Blutspenden, Briefe versenden, Einkäufe erledigen (auch Tierbedarf), Notbetreuung in Anspruch nehmen, Prüfungen absolvieren, Medizinische Notfälle (ebenso für Tiere), Spaziergänge (mit Abstand), mit Hund (mit Abstand), Sport treiben (mit Abstand) sowie Tiere versorgen.

Quelle: sol.de

Sachsen

Geöffnet sind: Lebensmittelhandel — Getränke-, Wochen- und Supermärkte sowie Hofläden — Banken und Sparkassen — Drogerien — Sanitätshäuser — Optiker, Hörgeräteakustiker — Filialen der Deutschen Post AG und Paketstellen von Logistikunternehmen — Abhol- und Lieferdienste — Wäschereien und Reinigungen — Tankstellen — Zeitungs- und Tabakwarengeschäfte — Tierbedarf — Fernabsatzhandel und Großhandel — Außerhausverkauf von Gaststätten

Erlaubt sind:

Quelle: www.coronavirus.sachsen.de

Sachsen-Anhalt

Geöffnet haben der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken und Sparkassen, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Poststellen, Tierbedarf, Fahrradläden, Bau- und Gartenmärkte, Großhandel, Tankstellen und Kfz-Teileverkaufsstellen, Buchhandel, Zeitungs-und Zeitschriftenhandel, die Wochenmärkte, der Betrieb von Lebensmittelhandel im Reisegewerbe, Reinigungen, Waschsalons sowie der Online-Handel und Abhol- und Lieferdienste.

Erlaubt: Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.

Quelle: Landesregierung Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Geöffnet auch Sonntags

Folgende Geschäfte sind ebenfalls weiterhin geöffnet, aber nur an Werktagen: Banken und Sparkassen, Reinigungen und Waschsalons

Erlaubt: Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.

Quelle: NDR

Thüringen

Geöffnet sind:

Erlaubt sind:

Quelle: https://corona.thueringen.de/

Alle Informationen (Stand 30. März 2020) sind ohne Gewähr und höchstwahrscheinlich unvollständig. Auf Änderungen haben wir keinen Einfluss.

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/sonderoeffnungszeiten-oeffnungszeiten-geschaefte-einzelhandel-tankstellen-post-baumaerkte-was-ist-geoeffnet-erlaubt-a3199683.html