Zeitumstellung: Sonntag werden die Uhren vorgestellt

Epoch Times30. März 2019 Aktualisiert: 30. März 2019 19:36
Die Zeitumstellung ist in Deutschland so unbeliebt wie seit Jahren nicht. Nichtsdestotrotz werden die Uhren in der Nacht zu Sonntag auf Sommerzeit umgestellt. Um 2 Uhr werden die Uhren gleich auf 3 Uhr eingestellt.

Trotz der aktuellen Debatte um die Zeitumstellung werden die Uhren in Deutschland am Wochenende wieder auf Sommerzeit gestellt. In der Nacht zum Sonntag rücken die Zeiger von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vor. Nach der jüngsten Abstimmung im EU-Parlament kommt ein Ende der halbjährlichen Umstellung aber näher: Eine Mehrheit der Abgeordneten hatte für eine Abschaffung plädiert.

Auch bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, die für die Verbreitung der gesetzlichen Zeit zuständig ist, wird mit einem baldigen Ende der Zeitumstellung gerechnet.

„Es wird im März 2021 in Deutschland die Umstellung auf Sommerzeit geben, und im Oktober wieder zurück. Das war’s dann“, meint Andreas Bauch, Leiter der Arbeitsgruppe Zeitübertragung bei der PTB. Die Entscheidung im Straßburger Parlament sei für ihn keine Überraschung mehr gewesen.

 

Ende der Zeitumstellung im Jahr 2021

Für die tatsächliche Abschaffung müsste allerdings noch ein Kompromiss mit den Mitgliedstaaten erzielt werden. Als ein zentrales Ziel wird dabei oft die Vermeidung eines Flickenteppichs mit verschiedenen Regelungen genannt.

Zeitexperte Bauch kann sich beispielsweise überhaupt nicht vorstellen, dass Deutschland sich einer Zeitzone anschließt, die zu einer Zeitgrenze längs des Rheins führt. Davor warnt auch die rheinland-pfälzische Landesregierung, weil es etwa durch den Grenzverkehr zu erheblichen Auswirkungen im Alltag kommen könnte.

Wer auf seinen Biorhythmus hört, wird auch entsprechend schlafen gehen und aufstehen. Die Folge: Man fühlt sich morgens fit und munter. Die Zeitumstellung zwingt uns gewissermaßen gegen unsere innere Uhr zu arbeiten. Eine Stunde früher aufstehen, eine Stunde früher schlafen gehen. Die Folge: Der Hormonhaushalt spielt „verrückt“, es gibt statistisch gesehen in dieser Zeit mehr Unfälle und Herzanfälle. (dpa, cs)

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