SPD-Chef gesucht: Olaf Scholz bewirbt sich mit Klara Geywitz – Lars Klingbeil tritt nicht an

Epoch Times20. August 2019 Aktualisiert: 20. August 2019 13:52
Finanzminister Olaf Scholz plant, mit der brandenburgischen SPD-Politikerin Klara Geywitz für den SPD-Vorsitz kandidieren. Geywitz gilt innerhalb der SPD als Pragmatikerin.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) kandidiert laut eines Medienberichts mit der brandenburgischen SPD-Politikerin Klara Geywitz für den SPD-Vorsitz.

Der stellvertretende Parteivorsitzende habe sich für eine Kandidatur mit der ostdeutschen Sozialdemokratin entschieden, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf Parteikreise. Geywitz gilt innerhalb der SPD als Pragmatikerin.

Sie ist seit 2004 Abgeordnete im Brandenburger Landtag, bei der Landtagswahl am 1. September tritt sie für den Wahlkreis Potsdam an. Von 2013 bis 2017 war sie Generalsekretärin der Brandenburger SPD.

Lars Klingbeil wird sich nicht bewerben

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wird sich nicht um den SPD-Vorsitz bewerben. Er habe sich entschieden, dass er nicht zu denen gehören werde, „die auf der Bühne stehen und sich um den SPD-Parteivorsitz bewerben“, sagte Klingbeil am Dienstag in einer auf Twitter verbreiteten Video-Botschaft.

„Ich brenne für die SPD und übernehme gerne Verantwortung“, betonte der SPD-Generalsekretär und verwies darauf, dass er Gespräche mit potenziellen Partnern für ein Kandidatenduo geführt habe. Eine solche Konstellation müsse allerdings passen. „Ich habe festgestellt, dass es für mich diese Konstellation nicht geben kann.“

Er wolle als Generalsekretär für einen fairen und spannenden Wettbewerb sorgen, versprach Klingbeil. „Es sind jetzt viele wunderbare Menschen schon auf dem Platz, die sich entschieden haben, dass sie Parteivorsitzende werden wollen“, sagte er. Die SPD könne selbstbewusst sein, sie gehe neue Wege und dürfe sich nicht von „den vielen klugen Ratschlägen“ verrückt machen lassen.

Klingbeil hatte in der Vergangenheit mehrfach deutlich gemacht, dass er eine Kandidatur für den SPD-Vorsitz erwägt, entschied sich nunmehr aber dagegen. (dts/afp)

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