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SPD verspricht Veranstaltungsbranche Hilfen – Veranstalter demonstrieren für mehr Corona-Hilfe

Epoch Times28. Oktober 2020 Aktualisiert: 28. Oktober 2020 6:48

Angesichts der Diskussion um einen neuerlichen Lockdown hat die SPD der notleidenden Veranstaltungsbranche Hilfen in Aussicht gestellt.

„Wie sehr viele andere wünschen auch wir uns, dass Konzerte und Veranstaltungen wieder stattfinden können. Musik und Events bringen einfach Freude, die wir alle gerade in diesen anstrengenden Zeiten so nötig hätten, aber die neue Dynamik der Corona-Infektionszahlen lässt das vorerst nur begrenzt zu“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Parteichefin Saskia Esken und Generalsekretär Lars Klingbeil, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ in ihren Mittwochausgaben (28. Oktober) berichten.

Oberstes Ziel von allen müsse sein, die Ansteckungswelle zu brechen. Und leider treffe das die Veranstaltungsbranche besonders hart, so die beiden Sozialdemokraten. „Kunst- und Kulturschaffende waren es, die im März als erstes ihre Aufträge verloren und sie bis heute immer noch nicht zurück haben.“

Deshalb sei es wichtig, dass man als Politik die Bühnenbauer, Messebetreiber, selbstständige Künstler und die kleinen Theatersäle noch stärker in den Blick nimmt, jetzt wo sich die Pandemie-Lage wieder zuspitze, sagte Klingbeil dem RND.

Die Veranstaltungsbranche sei so verschieden, dass sie kaum in ein Raster passe. Deshalb sei der Dialog wichtig, so Klingbeil.

Die Politik müsse die Hilfsprogramme auf die Bedürfnisse von Kunst- und Kulturschaffenden besser anpassen, forderte der SPD-Generalsekretär. „Die Veranstaltungsbranche braucht in dieser Krise unsere Unterstützung. Sie ist nicht nur ein Wirtschaftszweig, sondern sehr viel mehr, sie ist Bereicherung und Haltung.“ Parteichefin Esken ergänzte, es stehe außer Frage, dass man Kontakte reduzieren müsse, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und Menschenleben zu schützen.

„Ebenso wichtig ist es, dass wir der Veranstaltungswirtschaft und auch der Gastronomie in Deutschland, deren wirtschaftliche Existenz durch die Pandemie bedroht ist, eine Perspektive geben. Bei Kultur-, aber auch Sportveranstaltungen, können beispielsweise hybride, also digital ergänzte Formate, gefördert werden, damit Einnahmen generiert werden können“, so die SPD-Vorsitzende.

Veranstalter, Gastgewerbe und Tourismusbranche demonstrieren für mehr Hilfe in Corona-Krise

Derweil wollen die Veranstaltungswirtschaft und die Gastronomie- und Tourismusbranche am Mittwoch (ab 12.05 Uhr) erneut auf ihre existenzbedrohende Lage in der Corona-Krise aufmerksam machen.

Aufgerufen zu der gemeinsamen Großdemonstration in Berlin haben das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot sowie der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und Verbände der Tourismuswirtschaft.

Sie fordern mehr finanzielle Unterstützung der Politik und Hilfsprogramme, die sich gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren als die bisher von der Regierung aufgelegten Förderprogramme.

Große Sorge bei den Betroffenen schürt auch die Debatte über eine erneute Verschärfung der Corona-Auflagen angesichts steigender Infektionszahlen. Das Gastgewerbe warnte am Dienstag vor dem drohenden „Kollaps“ der Branche. Am Mittwoch will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. (dts/afp/sza)


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