Eltern mit ihrem Neugeborenen.Foto: iStock

Sprunghafter Anstieg seit 2015: Sechsmal so viel Kinder als „Schutzsuchende“ geboren

Epoch Times17. Juni 2021 Aktualisiert: 17. Juni 2021 9:08
Seit 2015 wurden mehr Schutzsuchende in Deutschland geboren. Zwischen 2015 und 2019 kamen im Schnitt jährlich 27.200 Kinder mit Schutzstatus zur Welt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Grund für den Anstieg ist die erhöhte Zuwanderung.

In Deutschland werden immer mehr Kinder als „Schutzsuchende“ im Sinne des Asylrechts geboren. Von 2015 bis 2019 kamen jährlich im Durchschnitt 27.200 Kinder mit diesem Status zur Welt, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Im Vergleich zu den fünf Jahren zuvor hat sich die Zahl damit mehr als versechsfacht.

Das Aufenthaltsrecht von ausländischen Kindern, die in Deutschland geboren werden, hängt zunächst von ihren Eltern ab, also zum Beispiel Asylbewerberinnen oder Asylbewerber.

Daher steht der sprunghafte Anstieg an neugeborenen Schutzsuchenden auch in direktem Zusammenhang mit der Zuwanderung von zumeist jungen Schutzsuchenden zwischen 2014 und 2016.

In diesem Zeitraum hat sich allein die Zahl der Frauen im Alter von 15 bis unter 50 Jahren unter den Schutzsuchenden von 149.000 auf 324.000 mehr als verdoppelt.

Von 2010 bis 2014 wurden durchschnittlich 4.400 Neugeborene mit Schutzstatus registriert. Trotz insgesamt wieder rückläufiger Zahlen seit dem Jahr 2016 ist aufgrund der jungen Altersstruktur der Schutzsuchenden auch in den nächsten Jahren noch mit einer erhöhten Zahl von Kindern zu rechnen, die in Deutschland als Schutzsuchende geboren werden.

Syrien, Irak, Afghanistan

Insgesamt wurden von Anfang 2010 bis Ende 2019 rund 158.000 neugeborene Schutzsuchende registriert. Ein Drittel davon (33 Prozent) hatte die syrische Staatsangehörigkeit, rund jedes zehnte Neugeborene jeweils die irakische (elf Prozent) oder afghanische (zehn Prozent) und sechs Prozent die nigerianische Staatsangehörigkeit. In 6 Prozent der Fälle war die Staatsangehörigkeit noch ungeklärt.

Knapp die Hälfte der neugeborenen Schutzsuchenden wurden aufenthaltsrechtlich in eine unsichere Situation mit einem noch offenen Schutzstatus (36 Prozent) oder einem abgelehnten Schutzstatus (14 Prozent) geboren. Die andere Hälfte hatte kurz nach der Geburt einen befristet anerkannten Schutzstatus.

Ende 2019 waren im Ausländerzentralregister insgesamt rund 1,8 Millionen Schutzsuchende in Deutschland registriert, darunter 497.000 Minderjährige. Knapp 150.000 oder 30 Prozent der minderjährigen Schutzsuchenden wurden in Deutschland geboren. Ende 2016 hatte dieser Anteil noch bei 17 Prozent gelegen. (dts)



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