Staatsanwalt ermittelt gegen „ahnungslosen“ Zeit-Chefredakteur

Epoch Times26. Mai 2014 Aktualisiert: 26. Mai 2014 14:49

Eine Anzeige gegen "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wegen Wahlbetrug ist heute bei der Hamburger Staatsanwaltschaft eingegangen, wie das „Hamburger Abendblatt“ meldete. Das Blatt beruft sich auf eine Bestätigung der Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Daraufhin muss die Behörde ermitteln und ein Strafverfahren gegen den „Zeit“-Chefredakteur wegen des Verdachts auf Wahlfälschung einleiten.

Was di Lorenzo geritten hat, bei der Europawahl gleich zweimal zu wählen und dies auch offen in der Talkshow von Günther Jauch kundzutun, lässt den Blätterwald der Lesermeinungen in allen Onlinemedien stärker rauschen, als die meinungsführenden Medien bisher in eigenen Kommentaren kundtun. Man mag in den Blogs nicht an so viel Unwissen und Mangel an Instinkt glauben.

Chefredakteur di Lorenzo drückte inzwischen sein Bedauern über die doppelte Stimmabgabe aus. „Mir tut das aufrichtig leid. Mir war nicht bewusst, dass man bei der Europawahl nicht in zwei Ländern abstimmen darf“, sagte di Lorenzo der „Bild“-Zeitung. „Hätte ich es gewusst, hätte ich es nicht getan und natürlich auch nicht in der Sendung von Günther Jauch erzählt.“

Di Lorenzo – italienischer Herkunft mit Wohnsitz in Hamburg – fühlte sich berechtigt, mit seinem deutschen und seinem italienischen Pass zur Doppelwahl zu gehen: „Einmal gestern im italienischen Konsulat und einmal heute in einer Hamburger Grundschule“, so der Chefredakteur der „Zeit“ bei Jauch. Er habe einen deutschen und einen italienischen Pass.

Da somit di Lorenzos zweite Stimmabgabe in der Hamburger Grundschule unbefugt gewesen sein dürfte, könnte er laut „Welt“ unter den Strafrechtsparagrafen 107a fallen. Laut diesem wird „mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer unbefugt wählt“.

Eine ehemalige Bürgerin aus der Ukraine, Lena N., äußerte uns gegenüber: „Auf dem Maidan in Kiew, in meiner Heimat, sind die Menschen für die Demokratie gestorben, und hier denkt ein führender Journalist nicht einmal über seine doppelte Stimmabgabe nach, wo gibt es denn sowas?“

„Die Zeit“ hatte noch am 21. Mai erklärt, dass die doppelte Stimmabgabe bei der Europawahl ausdrücklich nicht erlaubt ist. (lst)


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