Stadtfest Cottbus: Deutsche und Syrer in Kämpfe verwickelt – Bereits bürgerkriegsähnliche Zustände?

Von 18. June 2018 Aktualisiert: 18. Juni 2018 20:29
Cottbus kommt nicht zur Ruhe. Die Nacht von Samstag auf Sonntag hatte es in sich. Doch auch wenige Tage zuvor mussten bereits "alle verfügbaren Kräfte der Polizeidirektion Süd, der Bereitschaftspolizei und ein Polizeihubschrauber nach Cottbus beordert" werden. Kämpfe zwischen Einheimischen und Flüchtlingen und Flüchtlingen verschiedener Nationen untereinander halten die Polizei der Stadt in Atem. Cottbus gleicht einem Pulverfass ... und die Lunte brennt.

Die ersten beiden Tage des Cottbuser Stadtfestes verliefen laut Polizei ohne „nennenswerte Störungen“. Es schien ruhig, zu ruhig? Der frühe Sonntag begann bereits um 0.30 Uhr mit mehreren körperlichen Auseinandersetzungen in der Innenstadt.

Zunächst gerieten zwei Gruppen deutscher und syrischer Männer auf dem Stadthallenvorplatz aneinander. Dabei wurde ein Beteiligter durch eine Flasche im Gesicht verletzt. “

(Polizeibericht)

Bald darauf, gegen 1.15 Uhr, wurde ein Ukrainer in der Mauerstraße „nach derzeitigen Erkenntnissen“ von einem Syrer mit einer Flasche verletzt.

Doch die Nacht war noch nicht zu Ende …

Gegen 1.30 Uhr ging ein Notruf bei der Polizei ein. Zwei Frauen mussten vom Rettungsdienst ambulant versorgt werden, weil sie von bisher Unbekannten mit Reizgas im Gesicht verletzt worden waren.

Kämpfe vor der Stadthalle

Zwanzig Minuten später, gegen 1.50 Uhr, kam es erneut zu einem Kampf zwischen syrischen und deutschen Männern auf dem Stadthallenvorplatz.

Im Zuge der umgehend eingeleiteten Ermittlungen wurden insgesamt 16 an den Vorfällen beteiligte Männer in Gewahrsam genommen.“

(Polizei Cottbus)

Zusätzlich wurde gegen sie ein Aufenthaltsverbot für den Innenstadtbereich verhängt, das bis zum Montagmorgen Gültigkeit hatte.

Tschetschenen gegen Afghanen

Dienstag, 12. Juni, 19.10 Uhr: Die Polizei wurde durch Augenzeugen zum Sportplatz an der Asylbewerberunterkunft an der Hegelstraße gerufen. Hier hatten sich zwei größere Männergruppen versammelt und prügelten aufeinander ein.

Auf dem Sportplatz wurde durch die Polizeikräfte eine Gruppe von etwa 15 Männern aus Afghanistan im Alter von 12 bis 28 Jahren festgestellt. Bei diesen Auseinandersetzungen erlitt ein 28-jähriger Tschetschene eine Stichverletzung im Rippenbereich. Zwei weitere Tschetschenen im Alter von 17 und 18 Jahren erlitten Prellungen und Kopfverletzungen sowie drei 19, 20 und 27 Jahre alter Afghanen Gesichtsverletzungen.“

(Polizeibericht)

Die verletzten „Kämpfer“ wurden zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus (CTK) gebracht. Doch auch dort konnten sich die Schläger nicht beruhigen. Die Polizei wurde vom Personal des Carl-Thiem-Klinikums gegen 21.45 Uhr alarmiert, dass es zu weitteren körperlichen Ausseinandersetzungen zwischen den Tschetschenen und den Afghanen gekommen sei. „Ein Tschetschene schlug dabei mit einem Feuerlöscher gegen den Kopf eines Afghanen“, so die Polizei in ihrem Bericht.

Syrer machen mit Holzlatten Jagd

Fast zur gleichen Zeit, etwas nach 22 Uhr, wurde die Polizei wieder alarmiert.

Diesmal wurde ein Mann von einer größeren Gruppe, „dem äußeren Anschein nach als syrisch beschrieben“ am Brandenburger Platz verfolgt.

Die Männer waren mit Latten bewaffnet.

Afghanen berauben Syrer

Nur Minuten später ereignete sich ein Angriff von acht Afghanen auf einen Syrer. Dieser wurde mit Faustschlägen traktiert und mit Pfefferspray attackiert.

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Die Afghanen raubten dabei den Rucksack des Syrers.

Polizeihubschrauber über Cottbus

Um der Lage Herr zu werden wurden „alle verfügbaren Kräfte der Polizeidirektion Süd, der Bereitschaftspolizei und ein Polizeihubschrauber nach Cottbus beordert“. Im Verlauf der Fahndung nach den Tatverdächtigen wurden noch in dieser Nacht 26 Tschetschenen in Gewahrsam genommen.

Am frühen Mittwochnachmittag erschien die Polizei mit einem Großaufgebot zu einer Razzia in der Flüchtlingsunterkunft an der Hegelstraße. Es wurde nach Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen gesucht, berichtete der „RBB“, nach dessen Informationen es in Cottbus Anfang des Jahres rund 4.000 Flüchtlinge gibt, darunter mehrere hundert aus Afghanistan und Tschetschenien.

Sonntag, 10. Juni: Gefährliche Körperverletzung

An diesem Sonntagabend wurde die Polizei gegen 20 Uhr wegen einer Schlägerei mit mehreren Beteiligten ins Flüchtlingsheim an der Hegelstraße gerufen. Zuvor war ein 28-jähriger Afghane nach dem Sporttraining auf dem nahen Sportplatz mit freiem Oberkörper in die Unterkunft zurückgekommen.

Offenbar fühlten sich dadurch mehrere Tschetschenen provoziert. Sie attackierten den Afghanen zunächst verbal und schlugen dann massiv mit Fäusten gegen Rippen und Kopf des 28-Jährigen. Er musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Polizei konnte bei den rasch aufgenommenen Ermittlungen drei Tatverdächtige Tschetschenen im Alter von 31, 21 und 17 Jahren feststellen. Die anderen Schläger waren bereits teils wieder im Flüchtlingsheim verschwunden, teils mit einem bisher unbekannten Fahrzeug geflüchtet.

Polizeibeamte stellten drei mögliche 17, 21 und 31 Jahre alte Tatverdächtige aus Tschetschenien fest. Andere Personen waren bereits im Heim bzw. mit einem unbekannten Fahrzeug verschwunden.

Donnerstag, 7. Juni, Puschkinpark

Im Puschkinpark in Cottbus kam es am vergangenen Donnerstagabend, 7. Juni, zu einer Massenschlägerei zwischen rund 15 Personen mit Migrationshintergrund, wie „Niederlausitz aktuell“ meldete. Die Polizei wurde gegen 20.45 Uhr alarmiert.

Dort sollten sich nach Hinweisen eines Zeugen etwa fünfzehn Personen mit Migrationshintergrund mit freien Oberkörpern gegenüberstehen und sich schlagen.“

(Polizeibericht)

Als die Beamten vor Ort ankamen, flüchteten die „Kämpfer“ zunächst. Kurz darauf konnten allerdings acht Syrer aufgegriffen werden, alle polizeibekannt und unverletzt. Was diese mit der Massenschlägerei zu tun hatten, wird derzeit ermittelt.

In dieser Nacht musste die Polizei jedoch nochmals in den Puschkinpark kommen. Der Anruf kam gegen 1 Uhr: „Nach Zeugenaussagen waren sich erneut Personengruppen mit Migrationshintergrund gewalttätig gegenübergetreten und flüchteten unerkannt“, so die Polizei Cottbus in einer Meldung. Die Präsenz im Bereich wurde für den Rest der Nacht erhöht.

Am 11. Juni veröffentlichte die Polizei dann einen Zeugenaufruf:

Im Zusammenhang mit den gefährlichen Körperverletzungen, die am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag gemeldet wurden, sucht die Polizei Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können.“

Dies bezog sich besonders auf den zweiten Vorfall in jener Nacht, als die flüchtenden Tatverdächtigen in Richtung Petersilienstraße/Rückseite der Stadthalle davonrannten.

Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 0355 / 4937 1227 oder im Internet unter www.polizei.brandenburg.de/onlineservice/hinweis-geben und fragt:

  • Wer hat dort gegen 1 Uhr am Freitag, 9. Juni, Beobachtungen gemacht und Personen gesehen?

„Sicherheitszentrum Innenstadt“

Am 1. Juni hatte der Landtag in Potsdam für Cottbus über ein „Sicherheitszentrum Innenstadt“ diskutiert, um das Sicherheitsgefühl in der Stadt zu erhöhen, die seit den kriminellen Machenschaften junger Syrer zu einem der Zentren des bürgerlichen Widerstandes im Land wurde. Der Beruhigungs-Antrag kam übrigens von der SPD und den Linken.

Die Stadtverordnetenversammlung in Cottbus forderte zudem eine gemeinsame Anlaufstelle, berichtete die „Märkische Oderzeitung“. vor dem Hintergrund von Auseinandersetzungen zum Jahresanfang 2018 zwischen syrischen Flüchtlingen und deutschen Jugendlichen in der Stadt.

Kriminelle Syrer und die Milde des Gesetzes

Erst im April wurden zwei junge Syrer vom Gericht mit aller Milde des Gesetzes bestraft. Wie die „Berliner Morgenpost“ berichtete, bekam ein zur Tatzeit 16-Jähriger unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung 16 Tage Jugendarrest. Zudem muss er 60 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Sein zur Tatzeit 15-jähriger Kompagnon wurde unter anderem wegen gemeinschaftlicher Nötigung zu 20 Stunden gemeinnützige Arbeit verurteilt. Die Jugendrichterin verpflichtete sie zudem, der Schulpflicht nachzukommen und Erziehungshilfen in Anspruch nehmen.

Doch was hatten die beiden jungen Flüchtlinge getan?

Am 11. Januar 2018 kam es in der Paul-Werner-Oberschule in Cottbus zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen dem jungen Syrer Imad A. (16) und einem gleichaltrigen Mädchen der Klasse. Der junge Zuwanderer soll sie sexuell belästigt, sie zudem körperlich angegriffen, ihr das Handy abgenommen und sie mit dem Tode bedroht haben, berichtete die  „B.Z.“ aus der zweitgrößten Stadt Brandenburgs. Mehrmals wurde Imad A. bereits von der Schule suspendiert: respektloses Verhalten gegenüber Mädchen und weiblichen Lehrkräften.

Am 12. Januar griff Fuhad A. (15) mit zwei weiteren syrischen Jugendlichen (14, 17) ein Ehepaar im Eingangsbereich des Einkaufs-Centers Blechen-Carré an. Er forderte von der Frau (43) Respekt und den Vortritt beim Hineingehen in das Shopping-Center. Weil sie dem nicht nachkam, griffen die Syrer ihren Ehemann (51) tätlich an. Zwei von ihnen versuchten den Mann zu Fall zu bringen, während der Dritte im Bunde sein Messer zückte. Nur dem mutigen Eingreifen eines Passanten war es zu verdanken, dass Schlimmes verhindert wurde. Dann waren die Sicherheitsleute auch schon zur Stelle und hielten die jungen Flüchtlinge fest, bis die Polizei kam.

Am 17. Januar trafen Freunde der bedrohten Schülerin auf Imad A. (16) und Fuhad A. (15) an der Straßenbahnhaltestelle beim Blechen-Carré. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung und schließlich zur Rangelei, während der Fuhad A. sein Messer zieht, einen 16-jährigen deutschen Schüler gegen eine stehende Straßenbahn drückt und ihm die Wange mit einem tiefen Schnitt aufschlitzt. Nur wenige Zentimeter weiter und die Halsschlagader des Jungen wäre durchtrennt worden.

Mit blutüberströmtem Gesicht und einem weiteren Messerstich im Oberschenkel sowie einer Schnittverletzung an der Hand schleppte sich der Jugendliche ins Einkaufs-Center, wo er blutüberströmt in einem Friseurladen zusammenbrach.

Wie bereits oben beschrieben, erhielt Imad A. (16) für diesen Angriff eine Strafe von 16 Tagen Jugendarrest und 60 Arbeitsstunden und Fuhad A. (15) 20 Arbeitsstunden und Erziehungs-Hilfen.

Doch dies ist nur ein weiterer Erziehungs-Baustein in der gerichtlichen Milde-History gegenüber dem jungen Gewalttäter Imad A. aus Syrien. Bereits zwei Urteile ergingen in diesem Sinne gegen den 16-Jährigen.

Was der junge Flüchtling für seine zukünftigen Aktionen daraus wohl lernen mag?

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