Die "Stadtbrille" in Amberg, Bayern.Foto: iStock

Stadtsprecher: Amberger völlig zu Unrecht als rechte Hochburg stigmatisiert – Es gibt keine Patrouille und auch keine rechte Bürgerwehr

Epoch Times3. Januar 2019 Aktualisiert: 4. Januar 2019 10:13
Die Stadt Amberg hat die Berichte über eine Bürgerwehr als Reaktion auf Übergriffe von kriminellen Migranten dementiert.

Die Stadt Amberg hat Medienberichte über angeblich patrouillierende Bürger als Reaktion auf Übergriffe von Asylbewerbern dementiert.

„Es hat im Stadtbild nie eine solche Patrouille und auch keine rechte Bürgerwehr gegeben“, sagte Stadtsprecher Thomas Grammel dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagsausgaben).

Laut Grammel sind vier Nürnberger Mitglieder der NPD am Sonntag mit dem Zug nach Amberg gekommen, einige Minuten in roten Westen durch die Stadt spaziert und dann wieder mit der Bahn nach Nürnberg zurückgefahren.

Anschließend hat sich eine riesige Medienwelle über die Stadt ergossen. Wir werden völlig zu Unrecht als rechte Hochburg stigmatisiert. Hätten Fußballfans randaliert, hätte es keine Berichte gegeben. Über diverse Prügeleien zwischen Deutschen in der Silvesternacht schrieb niemand auch nur eine Zeile“, sagte Grammel dem RND.

Hintergrund ist ein Vorfall vom vergangenen Samstag, als vier junge Asylbewerber Passanten verbal attackierten und zum Teil schwer verprügelten. Als Reaktion veröffentlichten Nürnberger Mitglieder der NPD Fotos auf Facebook. Sie zeigen vier Personen in roten Schutzwesten, wie sie an Neujahr angeblich durch Amberg zogen.

Nach Informationen des RND sind die Nürnberger NPD-Mitglieder bereits seit den Vorkommnissen von Chemnitz in Erscheinung getreten. So kursiert seit Ende August ein Internet-Video mit dem Titel „Schutzstreife Nürnberg“ im Netz. Zu sehen ist ein Nürnberger NPD-Parteifunktionär, der wie in Amberg rote Warnwesten mit der Aufschrift „Wir schaffen Schutzzonen“ an vier junge Männer verteilt.

Anschließend absolviert die selbst ernannte „Bürgerwehr“ einen kurzen Fußmarsch durch die Innenstadt von Nürnberg und verteilt Broschüren an Passanten. (dts/so)


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