Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Symbolbild.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa

„Wir sind ein Land mit Migrationshintergrund“

Epoch Times10. September 2021 Aktualisiert: 10. September 2021 13:12

Anlässlich des vor 60 Jahren geschlossenen Anwerbeabkommens für türkische Arbeitskräfte hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Beitrag von Zuwanderern für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung gewürdigt.

„Sie haben viel dazu beigetragen, dass Deutschland heute gesellschaftlich offener und vielfältiger, wirtschaftlich stärker und wohlhabender ist“, sagte Steinmeier am Freitag in Berlin. Deutschland werde auch in Zukunft Zuwanderer brauchen, „wenn wir ein starkes und wohlhabendes Land bleiben wollen“.

Der stark wachsenden deutschen Wirtschaft fehlten ab Mitte der 1950er Jahre Arbeitskräfte. Die Bundesregierung schloss deshalb am 30. Oktober 1961 mit der Türkei eine Vereinbarung zur Entsendung von Arbeitnehmern.

Zuvor hatte es bereits ähnliche Abkommen mit Italien, Spanien und Griechenland über die Entsendung sogenannter Gastarbeiter gegeben. Viele von ihnen blieben dann dauerhaft in Deutschland.

Deutschland, ein Einwanderungsland

Die Vereinbarung habe „das Leben von Millionen Menschen, Türken und Deutschen“ und „das Gesicht unseres Landes“ verändert, sagte Steinmeier laut Redetext bei einer Veranstaltung in Schloss Bellevue. Es habe aber „Jahrzehnte gedauert“, bis akzeptiert worden sei, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei.

Sogenannte Gastarbeiter seien lange „Arbeiter zweiter Klasse“ gewesen. Integration sei damals nicht gewünscht gewesen. Nach zwei Jahren hätten die Menschen wieder ihre Koffer packen sollen.

Es sei „ein langer, ein schmerzhafter Weg“ gewesen, bis sich die Haltung gegenüber den zugewanderten Menschen geändert habe, sagte Steinmeier. Und noch immer seien die Chancen auf Bildung und sozialen Aufstieg für Menschen mit Migrationshintergrund unterschiedlich – „und zwar nicht nur ein bisschen, sondern um Welten“. Er sagte: „Sie sind nicht ‚Menschen mit Migrationshintergrund‘ – wir sind ein Land mit Migrationshintergrund!“

Es erschüttere ihn auch, „wenn Menschen mit anderer Hautfarbe, Sprache oder Religion bis heute zur Zielscheibe von Hass und Hetze werden“, sagte Steinmeier. „Diesen Hass werden wir in Deutschland niemals dulden.“ (afp/dl)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Bei der Gründung der Vereinten Nationen und der Ausarbeitung der UN-Charta spielte die damalige Sowjetunion eine entscheidende Rolle. Auch nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Regimes blieb ihr kommunistisches Erbe in den Vereinten Nationen weitgehend erhalten. Die Leiter vieler wichtiger UN-Agenturen sind Kommunisten oder gleichgesinnte Sympathisanten. Viele Generalsekretäre der UNO waren Sozialisten und Marxisten.

Die heutigen transnationalen politischen und wirtschaftlichen Gruppierungen haben enorme Ressourcen unter Kontrolle. Von großen Themen wie Umwelt, Wirtschaft, Handel, Militär, Diplomatie, Wissenschaft und Technologie, Bildung, Energie, Krieg und Einwanderung bis hin zu kleinen Themen wie Unterhaltung, Mode und Lifestyle werden alle zunehmend von Globalisten manipuliert.

Sobald eine globale Regierung gebildet ist, wäre es einfach, mit einem einzigen Befehl die ganze Menschheit zu verändern oder sogar zu zerstören. Genau darum geht es im Kapitel 17 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ mit dem Titel: „Globalisierung - Ein Kernstück des Kommunismus“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion