Stiko-Chef: „Einzelmeinungen von Politikern nicht besonders förderlich“

Epoch Times9. Juli 2021 Aktualisiert: 10. Juli 2021 15:00

Die Ständige Impfkommission (Stiko) beharrt weiter auf Haltung zu Kinderimpfungen. „Wir warten sehr dringend auf Auswertungen aus den Vereinigten Staaten vor allen Dingen“, sagte Stikochef Thomas Mertens der RTL/n-tv-Redaktion. Dort gäbe es zwar Meldungen über Herzmuskelentzündungen nach Impfungen, aber die wirkliche Auswertung liege da noch nicht vor.

Man hoffe, die in den nächsten Wochen zu bekommen. „Insofern sind so Einzelmeinungen, die von Politikern spontan geäußert werden, eigentlich nicht besonders förderlich“, so Mertens. „Aber es ist natürlich verständlich, dass gerade in Zeiten des Wahlkampfes die Politiker das Bedürfnis verspüren sich zu Dingen zu äußern, die die Menschen bewegen“, sagte der Wissenschaftler. Ihn beeinflusse das aber nicht.

„Wir werden weiter so vorgehen wie bisher.“ Es sei das Wichtigste, alle Erwachsenen zu impfen. Das dürfe in der Diskussion nicht untergehen. „Das ist entscheidend für den Schutz der Erwachsenen und auch letztlich für den Schutz der Kinder. Je mehr Erwachsene geimpft sind, desto mehr kann eine künftige Welle abflachen“, so der Stiko-Vorsitzende.

Mertens: Menschen sind schnell zu verunsichern

Die geänderte Corona-Impfempfehlung, die es seit einer Woche für die Zweitimpfungen nach AstraZeneca gibt, hält er nicht für den Grund, dass Covid-Impftermine nicht wahrgenommen werden. Das sei auch schon vorher der Fall gewesen. Aber auch er sehe, dass in diesen Zeiten die Menschen schnell verunsichert seien.

„Das Ändern oder das Anpassen der Empfehlungen erfolgt ja nicht, weil die Stiko die Meinung geändert hat, sondern weil sich die Grundlage der Daten, also die wissenschaftlichen Erkenntnisse, geändert haben. Und es dient ja gerade dem Schutz“, so Mertens.

Bezüglich einer möglichen dritten Auffrischungsimpfung glaubt der Stiko-Chef, dass vor allem erkrankte Menschen, deren Immunsystem nicht gut arbeite, diese brauchen werden und auch eher die älteren Menschen, deren Corona-Impfung schon einige Zeit zurückliege. Aber auch für alle anderen: „Ich persönlich glaube, dass es nötig sein wird, eine Auffrischungsimpfung durchzuführen. Aber das wirklich im Augenblick noch nicht zu sagen“, so der Gremiums-Vorsitzende. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion