Stuttgarter Gymnasium unter Polizeischutz – kriminelle Jugendliche auf dem Schulweg

Epoch Times21. Januar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 18:31
Aus dem Elternbrief des Rektors: "Ich schreibe Ihnen, weil im Dezember einzelne Schülerinnen und Schüler des Königin-Katharina-Stifts von fremden Jugendlichen auf dem Schulweg oder während der Mittagspause im Schlossgarten belästigt, bedroht und teilweise bestohlen worden sind."

Das Königin-Katharina-Stift ist ein Gymnasium in der Stuttgarter Innenstadt, nahe Schlossgarten, Staatstheater und Hauptbahnhof. 

Schüler des Gymnasiums sollen bei mehreren Vorfällen im Dezember in der Innenstadt von "fremden Jugendlichen belästigt, bedroht und teilweise bestohlen" worden sein, meldete die Schulleitung.

Als Beispiel wurde der Fall eines elfjährigen Kindes genannt, dem am 15. Dezember von drei Jugendlichen ihr Handy geraubt wurde. Eine Woche vorher wurde ein gleichaltriger Bub von zwei Jugendlichen mit Pfefferspray angegriffen, meldeten die "Stuttgarter Nachrichten". Der Junge wurde im Krankenhaus behandelt.

Einem anderen Elfjährigen wurde sein Handy auf dem Bolzplatz der Schule geraubt. Die vier jugendlichen Täter wurden von Zeugen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten, zwei Verdächtige wurden vorläufig festgenommen.

Bislang gebe es keine Hinweise auf die anderen Täter und etwaige Zusammenhänge der Taten. Um vorbeugend auf die Ereignisse zu antworten, wurden einige Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Polizeisprecher Thomas Geiger sagte der Zeitung, dass etwa drei bis vier Fälle der Schule bisher bekannt seien.

Einengende Sicherheitsmaßnahmen für die Schüler

In einem Schreiben an die Eltern kündigte Rektor Franz Baur Maßnahmen wegen "kriminellen Jugendlichen" an. Um die Sicherheit der Kinder zu verbessern, erließ er einige Anweisungen: Zum einen sollten die jüngeren Kinder der 5. und 6. Klassen in der Mittagspause auf den Besuch des Schlossgartens oder der Einkaufspassage Königsstraße verzichten. Zum anderen solle der Rat der Polizei umgesetzt werden, auf dem Weg zur Schule und nach Hause Gruppen zu bilden.

Auch werde von Seiten der Stadt mehr getan. Die Polizei fahre mittags Streife und die Zahl der städtischen Vollzugsbeamten werde "deutlich erhöht". 

Was man so hört

Die Eltern wurden im Brief des Schulleiters aufgefordert, alles zu melden, was zur Aufklärung der Fälle dienlich sei. Auch sollten neue Vorfälle schnellstens gemeldet werden.

Möglicherweise gibt es eine Dunkelziffer nicht gemeldeter Vorkommnisse. Viele Eltern sind verunsichert. Marita Fischer war früher selbst Lehrerin. Die 72-Jährige holt ihre 15-jährige Enkelin von der Schule ab. Sie habe gehört, dass Schülerinnen "begrapscht" worden seien. (sm)

Die Kripo Stuttgart bittet um Hinweise unter 0711/8990-5778.

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