Update: Herkunft des Sylter Messerstechers weiter unklar – trotz Geständnis

Epoch Times7. November 2015 Aktualisiert: 7. November 2015 11:23
Auf Westerland wurde ein 21-jähriger Somalier in einem Flüchtlingsheim mit einem Messer getötet. Der Mann war offenbar zu Besuch bei Familienangehörigen. In dem ehemaligen Obdachlosen- und jetzigen Flüchtlingsheim leben 30 Personen. Die meisten von ihnen sind Asylbewerber, es gibt auch einige Deutsche hier.

+++UPDATE+++Wie die SHZ jetzt meldete, handelte es sich bei dem Täter offenbar um einen "psychisch Kranken", dessen Herkunft immer noch nicht aufgeklärt werden konnte,obwohl der 26-Jährige ein Geständnis abgelegt hatte. Der Mann wurde von Leuten, die ihn kannten als jemand bezeichnet, der Wahnvorstellungen hatte. Die Staatsanwaltschaft beantragte und vollzog die Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung. 

Bei dem Opfer handelte es sich um einen 21-jährigen Somalier. Der Mann hatte einen Asylantrag in Bayern gestellt und lebte seit Mitte letzten Jahres in Deutschland. "Das Opfer war vermutlich auf Sylt bei Familienangehörigen zu Besuch", zitiert die SHZ die Flensburger Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt. Die Leiche werde in der Kieler Rechtsmedizin obduziert.

Auch die Bewohner der Asylunterkunft sind den Umständen entsprechend wohlauf. Sie wurden am Abend mit zusätzlichen Süßigkeiten und Getränken versorgt. "Experten haben noch bis in den Abend Gespräche mit den Anwohnern geführt, alles läuft in geordneten Bahnen, den Menschen geht es gut", so Bürgermeister Häckel. Auch werde es keine besondere Bewachung für das Gebäude geben, da es "keine religiös motivierte Tat, sondern um ein Vergehen handelt, das jeden überall hätte treffen könnte."

Was war geschehen?

Die Flüchtlingsunterkunft in Westerland ist Zeuge eines tragischen Geschehens geworden. Am Mittwochmorgen gegen 7.45 Uhr stritten sich drei Bewohner des Flüchtlingsheims heftig. Es kam zu einer Messerstecherei, als Folge derer ein Mann tödlich verletzt aus dem Haus rannte. Der Hausmeister sagte aus: "Blutüberströmt und mit einem Messer im Hals kam ein Mann aus dem Haus", zitiert die SHZ den Zeugen. Nachdem der Mann um das Haus herum gelaufen sei, brach er zusammen. Trotz Wiederbelebungsversuchen verstarb das Opfer gegen 8 Uhr. Spurensicherung und Mordkommission rückten an, ein Tatverdächtiger wurde nach kurzer Flucht festgenommen.

Identität und Nationalität unklar

Unterdes prüft die Staatsanwaltschaft Flensburg die Identität der beteiligten Personen. Hierbei soll es "Widersprüchlichkeiten" geben, so deren Sprecher, Otto Gosch. Um was für "Widersprüchlichkeiten" es sich handeln möge, wurde nicht gesagt. Jedenfalls wurden keinerlei Angaben darüber gemacht, aus welchem Land das Opfer und der mutmaßliche Täter stammen. Ebenfalls blieb offen, ob der Getötete überhaupt ein Asylbewerber war, schreibt die "Welt".

Seit 16 Uhr läuft die Befragung des Tatverdächtigen. Der Bürgermeister des Ortes ist schockiert: "Diese Tat macht mich betroffen und traurig, wie bei jedem, der Opfer von Gewalt wird. Das ist losgelöst von der Flüchtlingsthematik", so Nikolas Häckel in der SHZ. Das Tat-Gebäude in der Westerländer Sjipwai ist ein ehemaliges Obdachlosenheim, das jetzt als Asylheim genutzt wird. Es steht mitten in einem Wohngebiet. Hier leben 30 Personen, die meisten sind Asylbewerber, aber auch einige Deutsche leben hier. (sm)

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