Ehemaliger Flughafen Berlin-TempelhofFoto: Sean Gallup/Getty Images

Syrerinnen erheben Vorwürfe gegen Tempelhof-Securitys: „Das ist ein Gefängnis, Ihr seid Gefangene“

Epoch Times23. Februar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 18:01
Syrische Frauen erheben schwere Vorwürfe gegen das Wachpersonal in der Flüchtlingsunterkunft Berlin-Tempelhof. Es komme zu Handgreiflichkeiten und verbaler Erniedrigung.

In der Asylunterkunft auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof sind syrische Frauen angeblich mit fremdenfeindlichen Äußerungen und Übergriffen seitens des Wachpersonals konfrontiert. 

Die betroffenen Frauen berichteten dem Fernsehsender rbb, dass einige der knapp 200 Security-Bedienstete im Tempelhof übergriffig geworden seien. Demnach wurde bei einem Vorfall ein 20-jähriger asthmatischer Sohn einer Frau völlig grundlos niedergeworfen und mit Pfefferspray attackiert, beklagten die syrischen Frauen.

Auch verbal habe man sie angegriffen. "Das hier ist ein Gefängnis, Ihr seid Gefangene, und Ihr müsst machen, was wir Euch sagen," wurde den Syrerinnen auf arabisch gesagt, so der Sender. 

Dass ein solcher Übergriff, wie auf den jungen Syrer, tatsächlich geschehen sei, glaubt Michael Elias, Geschäftsführer des Betreibers Tamaja, nicht. Die Hallen wären ja offen und bei so einem Vorfall gebe es viel zu viele Zeugen. Von so etwas würde er wissen, dies könnte nicht verheimlicht werden. 

Dass es verbale Erniedrigungen gebe, könne er nicht ausschließen. Es mag "Einzelfälle geben", sagt Elias zu "rbb". Die Flüchtlinge können diese Vergehen zur Anzeige bringen – dann werde er dagegen vorgehen. (so)

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